Krumm und schief

Wenn man der Berliner „tageszeitung“ die zwei Genossenschaftsanteile, die man sich als Student vom Munde abgespart hatte und heute als verarmter Akademiker gar nicht mehr leisten könnte, zurückveräußert, wird man umgehend angerufen und muss sich rechtfertigen. Gerade heute zeigt sich wieder einmal, dass man wohlgetan hat, wenn man nämlich Sätze liest wie:

„‚Immer mehr‘ gehört zu den Zentralvokabeln des Journalismus, und deshalb ist diese Disziplin der Chronik über das, was ist, auch immer in der Tendenz eine Unruhe wahrnehmende.“

Oder:

„Die meisten Migranten kennen diesen Prozess im Übrigen schon. Ihre Einwanderung nach Deutschland war ja schon eine Verbesserung ums Ganze, sonst würden sie ja nicht gekommen sein. Gemessen an ihren Verhältnissen in ihrer ehemaligen Heimat ist doch Deutschland für sie ein Gesamtprenzlauerberg. Ein Paradies, ein Mekka als solches.“

Weil, liebe Ex-Genossen: Hierbei handelt es sich um einen üppigen Stilblütenstrauß. Als solchen.

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