Televisionärer Voodoo-Zauber

Jan Freitag erspäht übernatürliche Phänomene:

„Das Unterhaltungsfernsehen lässt aufgeblähte Babybäuche freilich ebenso außen vor wie Agrarprojekte äthiopischer Fraueninitiativen. Für Sachthemen gibt’s ja den „Weltspiegel“, obwohl es den 28 verbliebenen Korrespondenten deutscher Medien auch immer schwerer fällt, differenzierte Afrika-Bilder zu zeichnen – sind sie doch oft für den ganzen Kontinent zuständig. Falls das doch mal im Spielfilm landet, macht es sich einer wie „Afrika, mon Amour“ mit Iris Berben leicht, indem er die Ära wechselt. Unter dem Deckmantel historischer Chronistenpflicht kritisiert er etwa Rassismus in einer Zeit, als Farbige noch Neger hießen.“

Dieser Spielfilm muss vom Geist des Voodoo durchdrungen sein: Er macht es sich mit Iris Berben leicht und wechselt dabei auch noch, in den magischen Deckmantel historischer Chronistenpflicht gehüllt, die Ära – so sonnig-somnambul kann es auch nur in Afrika zugehen … Wo sich übrigens Schwarze nicht gern „farbig“ nennen lassen.

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