Nächtliche Programmpretiosen

Spätheimkehrer oder Frühaufsteher, die in der vergangenen Nacht noch in die Übertragung der „Golden Globe“-Verleihung (danke, ProSieben) gerieten, hatten das Vergnügen, Ricky Gervais kennenzulernen. (Hat eigentlich irgendeine Fernsehseite vorab darauf hingewiesen?) Bei Gervais handelte es sich um den kleinen untersetzten Kerl, der zwischendurch die ätzend scharfen Scherze abfeuerte. Frechheiten statt Beweihräucherung, das sähe man gern auch häufiger bei deutschen Preiszeremonien. Aber dann würde vermutlich beim anschließenden Galadiner hauptsächlich beleidigte Leberwurst serviert.

Gervais, das sollte inzwischen ein Jeglicher parat haben, ist ein exzellenter Stand-up Comedian – trocken, rigoros und witzig ohne Rücksicht auf Verluste -, vor allem aber als Koautor, Koregisseur, Koproduzent und Hauptdarsteller der Vater von „The Office“ und damit auch von „Stromberg“.

Anders als Gervais in seinem Eröffnungssolo suggerierte, wissen die US-Amerikaner, die neben dem Original eine eigene Version von „The Office“ in ihren Fernsehprogrammen finden, was sie an ihm haben. Wie neben dem ehrenvollen Auftrag, durch den Abend der „Globes“ zu führen, nicht zuletzt der Willkommensbeifall seitens der versammelten Hollywood-Notabeln zeigte.

Parallel zu den „Golden Globes“ gab es in Deutschland Ricky Gervais gleich nochmal – Comedy Central zeigt seine mindestens auf gleichem Niveau wie „The Office“ rangierende Reihe „Extras“ (= Komparsen) so spät in der Nacht, dass sie in manchen Programmzeitschriften gar nicht mehr auftaucht.

Ungehörig, sowas.

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