Gleiches Recht für alle

Wie es jungen Dingern manchmal eigen ist, hat die taz wieder einmal nicht richtig aufgepasst. Bei der von Sat.1 angekündigten neuen Reihe mit Annette Frier handelt es sich um eine Show nur im angelsächsischen Sinne, nämlich um eine tragikomische Erzählserie mit dem Titel „Danni Lowinski“. Und die ist gar nicht mal schlecht.

Aber wahrscheinlich muss sich Sat.1 wieder auf ähnliche Erfahrungen einstellen, wie man sie schon mit „Die Anstalt – Zurück ins Leben“, „Dr. Molly & Karl“ und „Plötzlich Papa – Einspruch abgelehnt!“ machen musste: Man produzierte ambitionierte Unterhaltungsserien, ohne vom Publikum honoriert zu werden. Umso lobenswerter, dass sich Sat.1 mit „Danni Lowinski“ erneut abseits ausgetretener Pfade bewegt. Headautor Marc Terjung („Edel & Starck“) beweist, dass man auch von Menschen am Rande der Gesellschaft kurzweilig erzählen kann, sofern man Komik und Tragik gekonnt zu verknüpfen versteht. Das funktioniert bestens, wenn die ehemalige Friseurin und frisch diplomierte Anwältin Danni (Annette Frier) mangels anderer Arbeitsmöglichkeiten ihre Rechtsberatung zum Minutenpreis in einer Kölner Einkaufspassage anbietet. Hier kommen, bei der gewitzten Danni wie in der Serie überhaupt, die andernorts gern von oben herab betrachteten unteren Schichten dieser Gesellschaft zu ihrem Recht – und alle Zuschauer, die gehobener Unterhaltung nicht abgeneigt sind.

„Danni Lowinski“ startet am 12. April um 21.15 Uhr. Sofern sie nicht wieder kurzfristig verschoben wird.



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