Der Rock’n’Roll ist nicht verhallt

Die „Rockpalast“-Redaktion sollte dringend die Regler an den Verstärkern aufdrehen und den Bekanntheitsgrad ihrer Sendereihe befördern. Alle Naslang liest man Sätze, die den „Rockpalast“ in der Vergangenheit verorten, heute zum Beispiel im „Tagesspiegel„: „Nach „Beatclub“ und „Rockpalast“ verabschiedete sie [die ARD] sich von der Jugendkultur.“ Nein, tat sie nicht. Der „Rockpalast“ hat sich sogar diversifiziert und ist jeden Sonntag im WDR-Programm zu sehen, wo er ja auch herkommt. Abgeschafft wurden nur die „Rockpalast-Nächte“, Sonderveranstaltungen, die ohnehin nur zwei Mal im Jahr stattfanden. Dafür gibt es seit geraumer Zeit in weitaus höherer Frequenz ausführliche Festivalberichte und -mitschnitte mit sehr aktueller Musik. Hier waren beispielsweise Gossip schon zu hören, als Beth Ditto noch nicht einmal hoffen durfte, eines Tages zur Ikone aufzusteigen. Wer sich, wie offenbar zahlreiche Medienredaktionen in dieser Republik, keine Programmzeitschrift mehr leisten kann, schaue einfach hier.

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