Sendepause!

Keine deutschsprachigen WM-Übertragungen für die Türkei

Wer sich noch zu Zeiten der Weltmeisterschaft in Richtung Türkei aufmacht und darauf vertraut, dort im Urlaub wie in früheren Jahren die Heimatkanäle ARD und ZDF und damit die aktuellen Fußballspiele via Satellit empfangen zu können, muss sich in diesem Jahr auf eine bittere Enttäuschung einstellen. Den inländischen Sendern ist es aus lizenzrechtlichen Gründen untersagt, die WM-Übertragungen aus Südafrika außerhalb Deutschlands zu verbreiten. Aus diesem Grunde hat das ZDF sein sonst über den Eutelsat-Satelliten Hotbird ausgestrahltes Programm vorübergehend durch den Digitalkanal ZDFneo ersetzt. Nach Ende der Fußball-WM, voraussichtlich ab 13. Juli, soll das ZDF-Hauptprogramm wieder aufgeschaltet werden.

Für die ARD gelten in Sachen Fußballübertragungen die selben Vertragsbedingungen, aber das Erste hat ohnehin den Mietvertrag für den Eutelsat Hotbird gekündigt, dessen Ausleuchtzone auch die Türkei einschloss. Am 8. Juni um 5.30 Uhr, also mit Beginn des neuen Programmtages, wurde die Verbreitung via Hotbird 8 eingestellt. Als Grund nennt die ARD den aktuellen Sparzwang. Im Inland bezögen, so die Programmdirektion des Senderverbunds, gerade mal 30.000 Zuschauer das Hauptprogramm Das Erste via Hotbird 8. Diese Gruppe bleibt aber durch die Rationalisierungsmaßnahme keineswegs unversorgt, sie muss ihre Empfangsgeräte nur neu ausrichten, nämlich auf den Satelliten Astra 1H 19,2 Grad Ost.

Über Astra sind mehrere ARD-Regionalprogramme und Spartenkanäle zu empfangen, ferner Private wie Sat.1, ProSieben und andere und natürlich auch weiterhin das ZDF-Hauptprogramm, digital über Astra 1H und analog über Astra 1L. Astra übrigens deckt weite Teile Südeuropas ab und streift auch noch den nordafrikanischen und knapp den vorderasiatischen Raum. In der Vergangenheit berichteten Zuschauer aus der Türkei und sogar Syrien, dass sie mit Schüsseln mit einem Durchmesser von einem Meter und größer die deutschsprachigen Astra-Programme empfangen können. Und damit zumindest theoretisch auch die Fußballübertragungen von ARD und ZDF.

Eine andere Alternative: Die Landessprache lernen und das Angebot der einheimischen Sender nutzen.

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