Vorzeigejournalismus

Es gab ja einige wenige Menschen, die rieben sich verdutzt die Augen, wenn ARD-Hierarchen wie Volker Herres von Günther Jauch als einem „kompetenten Journalisten“ sprachen oder Bildschirmgrößen wie Bettina Böttinger ihn unterwürfig als „souveränen, sympathischen Moderator“ und atemlos auch gleich noch als „hervorragenden Journalisten“ belobhudelten. Hat eigentlich, ehe der Transfer zur ARD verhandelt wurde, nie jemand „Stern TV“ oder die noch ärgere „Stern TV Reportage“ gesehen? Wie in Jauchs Firma Journalismus betrieben wird, hat Stefan Niggemeier hier einmal ausführlich am konkreten Beispiel dargelegt. Es handelt sich um den jüngsten und einen besonders peinlichen, aber für „Stern TV“ nicht untypischen Fall. Kärtchenkneter Günther Jauch wird wieder treuherzig mit den Wimpern klimpern und behaupten, von all dem nichts gewusst  zu haben, so wie er zu Zeiten der Born-Affäre zum Besten gab, noch nie einen Schneideraum von innen gesehen zu haben.

P.S. In seinem Buch „Der Fake-Faktor“ (München 2006) analysiert Autor Thomas Pritzl die Jauch-Born-Affäre, für ihn der „größte Betrugsfall des deutschen Fernsehens“, zwar vorrangig als Beispiel misslungener PR, bietet dabei aber eine Menge wissenswerter Fakten. Und dann sei noch daran erinnert, dass man sich innerhalb der ARD und speziell beim NDR früher auch schon mal kritisch mit Jauch befasste. Nachzulesen an dieser Stelle. Dieser Artikel ist nun auch schon wieder vier Jahre alt, aber nach wie vor leicht zugänglich.

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