Tiger und Enten

Nichtsnutzige Tageszeitungen: Seitenweise Auslassungen über Judith Rakers goldene Locken, aber kein Hinweis, dass Tom Jones bei „3 nach 9“ zu Gast sein und ein wenig Leben in die meist träg-tranige Runde bringen würde. Ist ja nicht so, dass der walisische Soul-Bruder alle Naslang in einer deutschen Talkshow auftritt. Nur gut, dass es Wiederholungen gibt. Oder Angebote wie dieses hier. Das, da mögen die Verleger ruhig schäumen, als Zeitzeugnis auf immer und ewig im Web verbleiben sollte.

Bei der Gelegenheit und um die Zeilen ein wenig aufzufüllen schnell noch ein Nasenstüber für gewisse Musikkritiker: Das jüngste Werk des Meisters – es trägt den Titel „Praise & Blame“ – zeigt keinen „neuen“ Tom Jones. Sondern den, den treue Konzertbesucher seit vielen Jahren kennen, weil Jones‘ Show immer einen Akustik-Part mit Gospel, Folk und Blues umfasst. Diese besinnliche Note war übrigens  auch auf dem Vorgängeralbum „24 Hours“ schon gegeben. Mit dem Titelstück nämlich. Zu schweigen von der LP „Carrying a Torch“, zu der u. a. Van Morrison beisteuerte. Aber warum sich sachkundig machen, wenn man  stattdessen das Lesepublikum so viel billiger mit müffelnden Schlüpfergeschichten aus dem vergangenen Jahrhundert abspeisen und damit denn auch  zum Gähnen bringen kann.

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