Als die Leser frech geworden

Aus gegebenem Anlass kommentiert ein Leser des „Kölner Stadt-Anzeigers“: „Medienjournalisten schauen kein Fernsehen, denn sie schreiben für Leute, die Fernsehen doof finden.“

Für diese These spricht, dass auch andernorts das Lesepublikum gehörig verschaukelt wurde: „Die ARD zeigt eine erfreulich unverkrampfte Komödie über den Erfolgsdruck in der modernen Arbeitswelt“. Also wirklich. Ein Fernsehfilm um 20:15 Uhr an einem Montag – wie kommt man da auf die ARD?

Wenn man dann noch liest – das hat jetzt mit Medienjournalisten weniger zu tun -, dass Klaus von Dohnanyi gleich mehrfach zu „Hans von Dohnanyi“ gemacht wurde, dann kommen dem einfachen lesenden Volk naturgemäß Gedanken wie der, wonach die Leidenschaft, mit der manche Verleger wider die Internet-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender wettern, vielleicht doch besser auf die Qualität der eigenen Zeitung angewandt würde.

Andererseits: Wir sollen ja nicht denken, nur lesen. ’schuldigung.

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