Norweger übertrumpfen Schweden

Beinahe unbemerkt und offenbar unbesprochen startete am 23.12. im WDR-Regionalprogramm die norwegische Kriminalserie „Codename Hunter“. Und siehe, es geht mal ohne genüsslich ausgeschüttete Blutsuppe nach Maßgabe Mankells und auch ohne die verschiedentlich vorzufindende Masche, die ermittelnden Polizisten als komplette Blödmänner hinzustellen. Die Fortsetzung folgt am 30.12. um 22.00 Uhr. Da sorgt schon allein für Spannung, ob das Niveau der ersten beiden, en suite ausgestrahlten Episoden gehalten werden kann.

Unterdessen setzt das Erste am 26.12. seine Reihe mit Mankell-Verfilmungen fort. (Wie oft hat der geschäftstüchtige Schwede seine Filmrechte eigentlich verkauft?) Und auch wenn Kenneth Branagh als bislang bester Wallander-Darsteller gelten muss und die unter britischer Federführung angestellten, handwerklich hervorragenden Verfilmungen manchen von Mankell niedergeschriebenen Blödsinn ausmerzen – in der Romanvorlage zu „Mörder ohne Gesicht“ stürzt Wallander mehrere Stockwerke in die Tiefe, bleibt gerade noch mit einem Fuß hängen und humpelt hernach beinahe unbeschadet nach Hause -, die infame Tendenz des Buches, unter dem Deckmäntelchen der Gesellschaftskritik fremdenfeindliche Ressentiments zu schüren, bleibt auch in der Filmversion erhalten.

 

 

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