Es war nicht die Übertragung, die ins Stottern geriet

Sofern ein Zeitungsbeitrag schon im Vorspann Wortgefüge wie diese enthält, mag man schon gar nicht mehr weiterlesen: „Seit Montagmorgen ist das analoge Fernsehen nur noch Geschichte.“

Stilistisch entspricht das schaurigstem Synchronesisch (Synchronesisch – schlecht, weil wörtlich und damit unrein übersetztes Ausländisch. Beispiel: „not really“ – „nicht wirklich“). Sprachlich korrekt müsste es heißen: Seit Montag gehört das analoge Fernsehen der Vergangenheit an.

Faktisch aber ist das immer noch falsch, denn via Kabel bleibt das analoge Fernsehen uneingeschränkt, ohne Aufpreis und in bester Qualität weiterhin verfügbar. Zum Glück. Schließlich hat nicht jeder Freude am galoppierenden digitalen Fortschritt, der neue Geräte und immer mehr Kabel und endlose Basteleien erfordert, wobei, weil die Fernseher gar nicht über ausreichend Scart-Anschlüsse verfügen, widrigstenfalls die Qualität am Ende schlechter ist als vorher, digital dahin oder her.

Aber das nur nebenbei. Denn die technische Seite war gar nicht gemeint, als hier geschrieben wurde: „Die Fernsehübertragung des Deutschen Filmpreises in der ARD kommt nur schwer in Gang.“ Stimmt auch nicht. Die Übertragung funktionierte tadellos. Die Qualität der Zeremonie bleibt somit ungetrübte Ansichtssache.

Auch hier hat das Übersetzungsprogramm versagt.

Auch hier hat das Übersetzungsprogramm versagt. (c) Harald Keller

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