Sensationelle Vorpremiere

Man hat ja nicht viel zu lachen in diesen Tagen des Darbens und Verderbens und freut sich deshalb über jede Veröffentlichung des TV-Programmchronisten Jan Freitag, dem nach Hofnarrenart immer wieder die tollsten Späße gelingen. Ob aber dieser Mann der richtige ist, eine Sendung wie „Auf das Leben – Jüdisch in Deutschland“ (Samstag, 16.6.2012, 17.55 Uhr, Das Erste) zu besprechen? Die Antwort ergibt sich vielleicht, wenn man in Freitags entsprechendem Beitrag in der Printausgabe der „Frankfurter Rundschau“ lesen muss,  dass vor 43 Jahren der Bayerische Rundfunk die ARD gezwungen habe, den TV-Vierteiler „Holocaust“ – bei Freitag handelt es sich um eine „Serie“ – in die dritten Programme zu verschieben. Wo sie, was Freitag unterschlägt, bis zu 40 Prozent Einschaltquote erzielte. Das wäre nach Freitag dann also 1969 gewesen. Nun hatte „Holocaust“ aber erst 1978 in den USA Premiere. Da war die ARD ihrer Zeit aber ausnahmsweise meilenweit voraus.

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