Ein Saftsack in L.A.

Am 7. Februar um 22.10 Uhr bei Tele 5:

Blacula

That is one strange dude“, bemerkt einer der Aufführenden, wahre Worte, wie sie nur in billigen Filmen zu finden sind. Samuel Z. Arkoff, der große B-Film-Produzent, steckt dahinter, wenn ein Herr Mamuwalde aus Afrika anreist und beim Grafen Dracula vorstellig wird, um Hilfe gegen die Sklaverei zu erbitten. Statt diese zu gewähren, schnappt der Transylvanier zu, da es ihn nach der Gattin seines Gastes gelüstet. Jahre später begegnen wir Herrn Mamuwalde, der jetzt Blacula heißt, in Los Angeles. Und was er dort trieb, ward vom Publikum so gern gesehen, daß er im Jahr darauf ein weiteres Mal erstand und unter der Überschrift „Scream, Blacula, Scream“ Pam Grier nachstellte, die keinen Tarantino braucht, um einem blutschlürfenden Lustgreis Paroli zu bieten.

USA 1972, Farbe, 93 Min., Buch: Joan Torres, Raymond Koenig, Regie: William Crain, mit: William Marshall (Mamuwalde/Blacula), Vonetta McGee (Tina/Luva), Denise Nicholas (Michelle), Thalmus Rasulala (Dr. Gordon Thomas), Charles Macauley (Graf Dracula), Elisha Cook jr. (Sam) u. a.

Gut zu wissen: Bei einem Nachtclub-Besuch Blaculas tritt die Hues Corporation auf und leistet ihren Beitrag zum bis dato wohl souligsten Vampirfilm.

Aus: Schräg, schrill, scharf und schundig, RORORO, Reinbek 2000

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