Post von Casdorff

Seltsame Zeilen finden sich im Web-Angebot des Berliner „Tagesspiegels“ mit Datum 23.9.2015. Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff schreibt dort unter anderem:

„Alle nehmen Anteil, alle sehen das Unglück, alle wollen helfen. Fast alle. Und das Fernsehen? Das Öffentlich-Rechtliche, wie niemand sonst berufen zur Berichterstattung, zur authentischen Nachricht, live, aktuell, spielt seine Stärke im Geschehen um die Geflüchteten, Schutzsuchenden nicht aus. Anstatt das Programm grundlegend zu ändern, Nachrichtensender zu sein mit Reportagen und Interviews zum Beispiel, von der österreichisch-ungarischen Grenze, wo ein kleiner Ort Tausende aufnimmt, bringen sie irgendeinen zeitlosen Krimi.“

Der Leser staunt und rätselt: Die vom Pressegesetz aufgegebene Sorgfaltspflicht vergessen? Ein Fall von Realitätsverlust? Billige Polemik, mal ein bisschen den Wagner markieren? Dann dämmert’s einem: Der Mann hat versehentlich Netflix angeklickt und mit einem Fernsehsender verwechselt. Verzeihlich, das kann natürlich mal passieren.

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