„Peaky Blinders“ – Zerschossene Träume vom bürgerlichen Dasein

Das Familienunternehmen der Shelbys ist imposant gewachsen. Begonnen hatte der roma-irische Clan mit Kleinkriminalität in Birminghams Arbeiterslums. Unter der geschickten Führung des Kriegsheimkehrers Thomas Shelbys (Cillian Murphy) erweiterten sie von 1919 an ihre Geschäftsfelder unter anderem um das Geschäft mit manipulierten Pferdewetten und zwangen konkurrierende Banden unter ihre Knute.

Birmingham gehört ihnen. Das schließt die Polizei mit ein. Sie besitzen jetzt eine reguläre Firma, unterhalten ein Standbein in London, planen die Expansion ins überseeische Boston. Zu Beginn der dritten, wiederum sechsteiligen Staffel der britischen Serie „Peaky Blinders“ residiert Thomas Shelby mit Grace Burgess (Annabelle Wallis) in einem feudalen Anwesen, das dem der Granthams aus „Downton Abbey“ in nichts nachsteht.

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Die rasierklingenscharfe Mundharmonika der „Peaky Blinders“

Die britische Serie „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham“, die am heutigen 12.3. bei Arte anläuft, setzt zwar im Jahr 1919 ein, ist aber mit Titeln von u. a. Nick Cave und den White Stripes unterlegt. Die Originalmusik indes stammt vom Soundtrack-Projekt Mearl des Komponisten Martin Phipps („Sinn und Sinnlichkeit“; „Kommissar Wallander“), der unter anderem den markanten Rhythm ’n‘ Blues namens „Let Your Mother Win“ mit der gellenden Mundharmonika (gespielt von Ben Edwards) beisteuerte. Auch Traditionals klingen an, und das ist aus der Rückschau heraus gar nicht falsch gedacht, weil diese Musik in den Pubs gepflegt und bis in die Ära des Rock hinein weiterentwickelt wurde. Vertreter des Pub Rock sind beispielsweise The Pirates, Dr. Feelgood, die Steve Gibbons Band, Graham Parker, der auch Reggae-Einflüsse aufgriff. Auf der Mearl-Web-Seite kann man die mal rasanten, mal elegischen Soundtrack-Titel anhören: http://mearlmusic.com/music-set/peaky-blinders/ Mehr zur Serie selbst unter http://www.fr-online.de/tv-kritik/-peaky-blinders—-arte-packende-bbc-serie-auf-arte,1473344,30101918.html