Mit Funk und Soul gegen den Kälteeinbruch

Symbolfoto. Copyright: Harald Keller.

Wer den unwiderstehlichen Groove von Funk und und die Herzenswärme des Soul mag, ist hier richtig – Downtown Funk im Herzen der Osnabrücker Altstadt mit tanzbaren Klassikern von Earth Wind & Fire, Aretha Franklin, Commodores, Curtis Mayfield, Sister Sledge, Chaka Khan, James Brown, auch mal ein bisschen rockiger mit Titeln der Chambers Brothers, von Rick James oder von Mother’s Finest, allerlei Raritäten und Spezialitäten. Vielleicht ein Ausflug zum Afro Beat oder Latin Funk, dazu jüngere Titel von Prince, Soul II Soul, Mary J. Blige, Candy Dulfer, Bruno Mars, Pharrell Williams und mehr. DER EINTRITT IST FREI.

„The Groove, the Baaad & The Funky“
Soul- und Funk-Tanzparty mit DJ Harald Keller („My Generation“)
Termin: 26. November 2016, ab 22:00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: „Dirty + Dancing“, Hasestraße 63/64, 49074 Osnabrück

 

 

Party mit Leuchtkraft

Foto: Veranstalter

Foto: Veranstalter

Ein „Magic Carpet Ride“ in den Mai: Die Tanzparty „My Generation“ wendet sich an alle, die den Soundtrack der 60er, 70er und frühen 80er schätzen, die Ära der Happenings, psychedelischer Lightshows, neuer künstlerischer Ausdrucksformen. Aufgelegt wird vorwiegend Vinyl, schwarzes Gold mit Klassikern aus Rock, Pop, Funk und Soul, dazu Raritäten und Fundstücke, musikalische Erinnerungen an regionale Rockdiskotheken mit ihren speziellen Hits, an den „Beat-Club“, die ersten „Rockpalast“-Jahre. In den Plattenkisten: Santana, Rolling Stones, Doors, CCR, Earth Wind & Fire, Rare Earth, Temptations und Curtis Mayfield, Bryan Ferry, Patti Smith, Herman Brood und vieles mehr, in exzellenter Soundqualität und illustriert durch zeittypische Projektionen sowie analog gemixte Bildeffekte von VJ Reinhard Westendorf – eine synästhetische Gesamterfahrung. „Come alive! Join the underground generation!“ (Allen Ginsberg).

„My Generation“
Alternative Tanzparty mit Musik aus den Rockdiskotheken der 60er, 70er und frühen 80er
30.4.2015
ab 20:30 Uhr, Lagerhalle, An der Rolandsmauer, Osnabrück
Eintritt: 5 Euro (inkl. Kultur-Euro)

Eine Breitseite mit der vollen Bandbreite

Wer die vor einiger Zeit komplett auf DVD erschienenen Folgen der Reihe „Beat-Club“, bei der es sich entgegen kurantem Geplapper nicht um die erste Musik-TV-Sendung für junge Leute handelte, auch nur zum größeren Teil durchgesehen hat, durfte aufs Schönste erfahren, dass es in den 1960ern und frühen 1970ern nicht nur die Beatles, Stones und Steppenwolf gab. Was man ja glauben könnte, wenn man heutige Dokumentar- und Spielfilme sieht, die in der fraglichen Zeit angesiedelt sind.

Eine erheblich größere Bandbreite gibt es auch bei der Partyreihe „Electric Musicland“, deren nächste Ausgabe am 19. Mai ab 21.00 Uhr in der Compagnia Buffo in Restrup bei Bippen stattfinden wird, einem ehemaligen Landgasthof mit passender Atmosphäre und idyllischem Umfeld. Da bekommt man, wenn es den Vinyl-DJs und dem Publikum gefällt, vielleicht auch mal die Stooges, Shanti, If, Foghat oder Rare Earth zu hören, Gentle Giant, Tower of Power, die Edgar Broughton Band, Babe Ruth, Carl Carlton, Con Funk Shun oder Frijid Pink. Die Doors, David Bowie, Birth Control, Earth Wind & Fire und Patti Smith natürlich sowieso.

Nebenbei: Wer die vor einiger Zeit komplett auf DVD erschienenen Folgen der Reihe „Beat-Club“, bei der es sich entgegen allgemeinem Geplapper nicht um die erste Musik-TV-Sendung für junge Leute handelte, auch nur zum größeren Teil durchgesehen hat, weiß somit auch, dass die Multimedia-DVD „Tele-Visionen“ der Bundeszentrale für politische Bildung ganz schön viele Fehler enthält. Und das betrifft nicht allein die Passagen über den „Beat-Club“ respektive das jugendorientierte Fernsehen. Etwaigen Neuauflagen sollte man, um der korrekten Lehre willen, vielleicht ein Bändchen mit Errata beilegen.

(c) Peter Petersen

Pink-Floyd-Special und analoge Lichtkunst bei der 5. Electric Musicland Party in Restrup

Am Samstag, 28. Mai 2011, findet im niedersächsischen Restrup (zwischen Osnabrück und Bremen gelegen) im Theatersaal der Compagnia Buffo die fünfte Electric Musicland Party statt. Bei dieser nicht-kommerziellen Party des Kulturvereins L.i.F.T. e.V. legen drei DJs  jene Musik auf, nach der man in den Siebzigerjahren in den alternativen Musikclubs und Diskotheken (nicht nur) Norddeutschlands getanzt hat. Titel von Santana, Fleetwood Mac, Led Zeppelin, The Doors und Earth Wind & Fire sind im Repertoire, aber auch  Raritäten, die im Mainstream-Radio oder auf Oldie-Partys zumeist ausgeblendet bleiben. Die DJs laden dazu ein, solche damals durchaus populären Titel, die zum Beispiel über die „NDR Hitparade“, den „Fünf-Uhr-Club“ oder die „Radiothek“ des WDR Verbreitung fanden, (wieder-)zuentdecken oder erstmals kennen zu lernen. Bei den Musicland Partys reicht das Spektrum nicht (nur) von AC/DC bis ZZ Top, sondern beispielsweise auch (mal) von Affinty bis Zzebra.

Die 5. Electric Musicland Party hat zudem eine besondere Attraktion zu bieten. Der Flensburger Lichtkünstler Peter Petersen wird den Saal in eine begehbare Lichtskulptur verwandeln. Er bereitet eigens für diese Abend bestimmte Sequenzen, darunter ein Pink-Floyd-Special, vor, wird aber auch zur Musik der DJs improvisieren. Besonderheit dabei: Petersen arbeitet ausschließlich mit analogen Geräten, wie sie einst bei psychedelischen Bands und in Underground-Diskotheken zum Einsatz kamen. Diese Technik sammelt er seit vielen Jahren und er gehört zu den wenigen, die diese Technik heute noch besitzen und vor allem kreativ bedienen können.

Zur Aufführung im „Pink Floyd Special“ kommen folgende Stücke

1.  Set the Controls for the Heart of the Sun
2.  Welcome to the Machine
3.  Echoes
4.  Arnold Layne

Anschließend geht es weiter bis in die frühen Morgenstunden.

(c) Peter Petersen

(c) Peter Petersen

Die DJs und Peter Petersen können mit unterschiedlichen Programmen auch für andere Veranstaltungen gebucht werden. Kontakt siehe Impressum.

Grenzgänger

Wenn die durchweg reiferen Herren der Soul-Funk-Jazz-Formation Tower of Power gerade mal ihre Nasenspitzen zeigen und bereits in diesem frühen Moment frenetischer Jubel im Publikum ausbricht, dann befindet man sich wo? Entweder in ihrer Heimatstadt Oakland oder in Funky Gronau. Funky ist Gronau nicht zuletzt, weil scharenweise die Soul-Brüder und -Schwestern aus den unmittelbar angrenzenden Niederlanden herübergeströmt kommen, wenn in der ehemaligen Textilmetropole zum Beispiel Ray Charles selig, die Temptations oder Al McKays All Stars auftreten (Al McKay ist, nur falls Sie es gerade nicht parat haben, der frühere Gitarrist von Earth Wind & Fire, der seinen Arbeitgebern seinerzeit ein paar funkig-fiebrige Kompositionen schenkte und heute mit seinen All Stars, denen mit Bruce Conte zeitweilig auch ein früheres T.O.P.-Mitglied angehörte, weit bessere Konzerte abliefert als Verdine White und seine allzu routiniert agierenden Konsorten.)

Tower of Power jedenfalls, im 41. Jahr ihres Bestehens fidel und munter wie am ersten Tag, durften sich in Gronau wie zuhause fühlen und revanchierten sich mit einem zweistündigen Set ohne jeden Durchhänger oder Lückenfüller. Was Wunder, nach so vielen Jahren und mit einem dicken Stapel an Alben im Gepäck kann man seinem Publikum das Beste vom Besten vorsetzen und muss sogar noch ein paar Kracher in ein Medley packen, weil sonst gar nicht alles zu schaffen wäre. „Soul With a Capital ‚S'“ durfte nicht fehlen, ebensowenig „Soul Vaccination“, „What is Hip“, der sanfte Schmeichler „You’re Still A Young Man“ und – wehe aber auch, wenn nicht: – das schmissige „Diggin‘ On James Brown“, in das man natürlich aus vollem Herzen einstimmt und das bei diesem Konzert noch schwelgerischer und Godfather-mäßiger zelebriert wurde als bei der letzten Deutschlandtour. Hier stand die fünfköpfige Bläserformation mit Recht im Zentrum der Bühne, zumal ja die beiden Gründungsmitglieder Emilio Castillo und Stephen „Doc“ Kupka selbst ins Horn stoßen, während sie mit dem Sänger Larry Braggs einen kompetenten Soul-Vokalisten und mitreißenden MC an die Bühnenfront schicken.

Nach zwei Zugaben, die zweite davon fast schon ein kleines Konzert für sich, traten die teils von weiter her angereisten T.O.P.-Anhänger beschwingt den Heimweg an. Gronau aber, die Heimatstadt eines gewissen Herrn Lindenberg und Standort eines formidablen Rock- und Pop-Museums, gilt es, im Auge zu behalten. Im nächsten Frühling ist dort wieder Jazzfest, und wie dem Berichterstatter gesteckt wurde, verhandelt man, die Namen sind der Redaktion bekannt, bereits mit einigen Interpreten vornehmsten Kalibers. Ab Dezember soll das Programm stehen, näheres dann unter www.jazzfest.de. Und vielleicht auch wieder an dieser Stelle.

Gronau, Rock- und Popmuseum. © Harald Keller