Für Bildschirmleser

In eigener Sache: Der Kriminalroman „Ein schöner Tag für den Tod“ liegt derzeit ausschließlich als E-Book vor und ist als solches bei allen bekannten Anbietern erhältlich. Leseprobe und Kritiken unter https://www.amazon.de/Ein-sch%C3%B6ner-Tag-f%C3%BCr-Nordsee-Krimi-ebook/dp/B00IKNMOIA/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1479564549&sr=8-3&keywords=Ein+sch%C3%B6ner+tag+f%C3%BCr+den+tod

Ein schöner Tag für den Tod.Cover.klein.VikianaEbenfalls als E-Book verfügbar ist die Schauermär „Halloween … Horrornacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung ist die erweiterte Fassung einer Kurzgeschichte und basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

Näheres unter https://www.amazon.de/Halloween-Horrornacht-mit-Holenkerl-nieders%C3%A4chsischer-ebook/dp/B01A9VR18I/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1479564618&sr=1-2 und bei allen anderen E-Book-Anbietern.

cover-holenkerl neu 1600

Ein Romanbeginn

Prolog:

Flucht

 

Weiter die Straße hinab? Oder Schutz suchen im Feld?

Verwirrt blickt sie sich um. Sie weiß nicht, wohin. Ihr Verstand hilft ihr nicht. Vor ihr wogt ein Blumenmeer und erstreckt sich endlos, ehe es sich in der Ferne in den Horizont ergießt. Farbtupfen mischen sich ohne Ordnung. Rot und Gelb beherrschen das leuchtende Feld, aber auch ein dunkles Aubergine ist vertreten. Es erlischt zu tiefem Schwarz, sobald eine vorüberziehende Wolke die Sonne ihrer Strahlkraft beraubt.

Die Blumen stehen in Reih und Glied, ihre Zwiebeln ankern in niedrigen Erdwällen. Die Zwischenräume haben die Breite eines Fußweges. Kurz entschlossen stürzt sie sich zwischen die Tulpen, läuft, bis ihr der Atem stockt. Sie strauchelt, fängt sich, hält kurz inne, ehe die Angst sie aufs Neue anstößt und weitertreibt. Endlich lässt sie sich fallen und kauert schwer atmend im kühlen Schatten zwischen langen, grünen Stängeln und schlanken schwertförmigen Blättern, über sich bunte Blütenkelche, die sich von einer sachten Brise umschmeicheln lassen.

Bibbernd sieht sie an sich hinab. Sie trägt Strandkleidung und leichte Sandalen und weiß nicht warum, noch wo ihre übrige Garderobe abgeblieben ist. Sie lauscht. In einem fernen, gleichmäßigen Brummen erkennt sie den Betriebslärm einer landwirtschaftlichen Maschine.

Möwen spreizen sich im Wind, segeln übermütig über den Himmel und kreischen höhnisch. Auch andere Vogelstimmen sind zu hören, die sie nicht zu bestimmen weiß. Dann ist da noch ein dröhnendes Motorengeräusch, das näher zu kommen scheint. Sie duckt sich tief zwischen die krumigen Erdwälle, aber ihr Herz rast, brennende Schmerzen züngeln in Arme und Brust – flammende Panik, die ihr den Verstand raubt. Sie springt auf und rennt weiter. Rennt.

Und rennt …

(Copyright 2009. Jede Verwendung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung des Autors.)

 

Den Fortgang der Geschichte erfahren Sie hier:

 

Ein schöner Tag für den Tod

Ein schöner Tag für den Tod