Halloween-Lesung

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Zwar nähern sich der Legende zufolge am 31. Oktober erst nach Einbruch der Dunkelheit die Welten der Lebenden und der Toten, aber bereits um 12 Uhr mittags gibt es einen Vorgeschmack auf den Grusel der Halloween-Nacht. Im Rahmen der Reihe „Literarische Mittagspause“ der Stadtbibliothek Osnabrück liest der Osnabrücker Autor Harald Keller aus seinem Kurzkrimi „Halloween – Horrornacht mit dem Holenkerl“.

Vier Jugendliche sind unterwegs zu einer Halloweenparty im Bippener Raum, als plötzlich die Bordelektrik ausfällt. Der Wagen rutscht auf eine Waldwiese, bleibt stehen. Der Fahrer steigt aus, will Hilfe holen. Die übrigen Passagiere richten sich ein, so gut es geht. Dann der Schock – jemand oder etwas lauert draußen in der Finsternis. Wer wird ihm begegnen? Wer die Nacht überleben?

Die Handlung ist eine moderne Interpretation der im Osnabrücker Umland überlieferten Legende um den finsteren Holenkerl.

Der Snack zum Schreck: Passend zum „Halloween“-Thema serviert die Stadtbibliothek eine leckere und gesunde Kürbistortilla zum Selbstkostenpreis. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter info-stadtbibliothek@osnabrueck.de oder 0541 / 323 2007 wird gebeten.

Die Novelle „Halloween … Horrornacht mit dem Holenkerl“ ist als E-Book erschienen und bei allen einschlägigen Anbietern erhältlich.

ca. 52 Seiten, 1,49 Euro
ISBN-13 978-3-7380-1260-6

„Literarische Mittagspause“

Harald Keller liest aus „Halloween – Horrornacht mit dem Holenkerl“
Termin: 31.10.2016
Beginn: 12:00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, 49074 Osnabrück
Anmeldung und Infos: 0541 / 323 2007

Fotos zur Zeit

Der Wandel der Moden und der Stile, die Veränderungen der Ansprüche und Bedürfnisse, der Vorstellungen von Architektur und von lebenswertem urbanen Raum sind Thema der Ausstellung „Zeitsprünge“. Für das Fotoprojekt  hat der Osnabrücker Autor und Fotograf Harald Keller Aufnahmen aus dem eigenen, bis in die 1970er-Jahre zurückreichenden Archiv ausgewählt und aus aktueller Warte erneut fotografiert. Nicht (nur) bekannte Ansichten der Stadt, sondern ungewöhnliche Blickwinkel, Momente am Rande des Geschehens, Seitenblicke auf die Menschen und ihren Alltag. Erinnerungen paaren sich mit Bestandsaufnahmen, Vergangenheit trifft auf Gegenwart. Die Lichtbilder hängen zu Paaren geordnet, aber unsystematisch. Somit bleibt es den Besuchern überlassen, den abgebildeten Orten und Zeiten nachzuspüren.

Die Mehrzahl der Aufnahmen wurde monochrom (schwarzweiß) auf Film aufgenommen und von Hand auf Baryt-Fotopapier vergrößert. Durch die klassisch-analoge Umsetzung erhalten die aktuellen Bilder eine handwerkliche Wertigkeit – jedes  Bild ist ein Unikat. Vor allem provoziert die Wahl dieser Materialien, die von der heutigen digitalen, hyperrealistischen Bildästhetik erkennbar abweichen und vom Publikum intuitiv mit der Vergangenheit assoziiert werden, einen zweiten, intensiveren Blick und damit Erkenntnisse und Gedanken zum gestellten Thema – die Ausstellung ist ein Beitrag zur „Zeit“ – dem diesjährigen Themenschwerpunkt des Osnabrücker Fachbereichs Kultur.

Die Besucher der Vernissage am 9. Oktober 2016 um 12:00 Uhr im „Stadtgalerie Café“ dürfen neben Fotografien auch akustische Bilder erwarten. Die Eröffnung übernimmt Singer-Songwriter Björn Tillmann, der die Veranstaltung – bei freiem Eintritt – im Weiteren noch um einen zweiten Auftritt bereichern wird. Durch Vertreter des Britpop musikalisch sozialisiert, schreibt Björn Tillmann heute deutschsprachige Lieder mit nachdenklichen und originellen Texten, deren teils poetisch-melancholische Stimmung, durch seinen sensiblen Vortrag intensiviert, das Generalthema „Zeit“ auf eigene Weise kommentiert. Björn Tillmann hat in diesem Jahr unter dem Titel „Nuara“ seine erste EP mit sechs ausschließlich eigenen Songs herausgebracht, die er im Rahmen der Ausstellungseröffnung vorstellen wird.

Hörproben unter:

facebook.com/bjoerntillmannmusik
bjoerntillmann-music.bandcamp.com

„Zeitsprünge“, Ausstellung vom 9. bis 30. Oktober im „Stadtgalerie Café“, Große Gildewart 14, 49074 Osnabrück. Vernissage am 9. Oktober ab 12:00 Uhr mit Singer/Songwriter Björn Tillmann.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 9:00 – 18:30 Uhr
Montags Ruhetag

Sie haben jetzt Energie

Copyright: Harald Keller.

Soweit ermittelbar, waren Reliquiae die erste Osnabrücker Band, die ins „Holy Wacken Land“ berufen wurde. In diesem Jahr kehren sie zurück. Und haben nun auch eine Gitarre dabei. Foto: Harald Keller.

Eine Band fördert den Fremdenverkehr. Zum schon traditionellen Osterkonzert von Reliquiae im März in der Lagerhalle reiste eigens ein Clübchen aus Karlsruhe an. Geprobt wird in Pye, aber man kennt sie in ganz Deutschland, in den angrenzenden Ländern; sogar in Mexiko hat sich ein Fankreis gebildet – das Internet macht‘s möglich. Mit ihrem „Medieval World Folk“ haben sich die Musiker durch regelmäßige Auftritte auf Mittelaltermärkten und Festivals eine treue Anhängerschaft erobert. 2011 spielten sie erstmals in Wacken, auf Anhieb mit großem Erfolg. Noch ohne E-Gitarre, aber auch mit Dudelsack und anderen klassischen Instrumenten lässt sich kräftig Druck machen. Tag für Tag strömten mehr Zuhörer zur Wackinger Stage, schon beim zweiten Auftritt waren es mehrere Tausend.
Seither hat sich einiges getan bei Reliquiae. (…)

Was genau, steht im „Stadtblatt Osnabrück“, Ausgabe Juli 2016, Seite 28.

Kiez mit neuem Charme

Michael Hull. Copyright: Harald Keller.

Tausendsassa Michael Hull ‚tänzelt‘ auf dem Vordach der Tanzschule Hull über der Hasestraße in Osnabrück. Foto: Harald Keller.

Im Sommer greift Michael Bolmer gelegentlich zur Gießkanne und wässert die alte Platane vor seinem Büro. Dazu verpflichtet ist er nicht, der Baum steht im öffentlichen Raum. Aber an der Hasestraße kümmert man sich. Auch unaufgefordert. Vor ungefähr zehn Jahren bezog der Grafikdesigner, der unter anderem aufwändige Kunstbände gestaltet, ein Ladenlokal an der Hasestraße. Von seinem Schreibtisch aus blickt er durch zwei große Fenster ins Freie. „Man ist hier mitten im Leben“, sagt er. Das lebhafte Treiben draußen empfindet er nicht als störend, sondern als Inspiration. In seinem Blickfeld liegen ein Fitness-Studio, ein Sechzehn-Stunden-Kiosk, eine Bushaltestelle. Und ein Frisiersalon.
Oft werde die Hasestraße nur als Kneipen- und Friseurmeile wahrgenommen, bedauern alteingesessene Anlieger. In den letzten Jahren war die traditionsreiche Einkaufsstraße in Teilen verwaist. Doch „zur Zeit tut sich wieder was“, sagt Maike Hunecke.

Fortsetzung im „Stadtblatt Osnabrück“, 7/2016, S. 16.

Stationen im Herbst 2015:

Copyright: Uta Paehlke

12.9. Bippen-Restrup, „Compagnia Buffo“: „Musicland“
Rock, Funk, Soul – Musik aus den Rockdiskotheken der 60er, 70er und frühen 80er
DJs: Gisbert Wegener, Harald Keller. Videomix: Harald Keller
ab 21h

19.9. Lingen, Freiwilligenzentrum, Lindenstr. 13: Gemeinschaftslesung „Lingener Auslese“
Leseprogramm „Ein schöner Tag für den Tod“ – Auszüge aus dem gleichnamigen Krimi (Oktober Verlag) nebst Bilderprojektion
ab 14h

20.9. Osnabrück, Altstadt: Gemeinschaftslesung „Auf ein Wort!“
Leseprogramm „Vor Kamera und Mikrofon“ – Fakten und Kuriosa aus den Anfängen des Fernsehens. Auszüge aus dem Buch „Die Geschichte der Talkshow in Deutschland“ (S. Fischer Verlag)
ab 15h

1.10. Bad Iburg, „Casablanca“: „The Beat Goes On – live“
Lesung mit Live-Musik von Hubert Litterscheid und Dieter Hölscher
Beginn: 20h

3.10. Osnabrück, Lagerhalle: „My Generation“
Rock, Funk, Soul – Musik aus den Rockdiskotheken der 60er, 70er und frühen 80er
DJs: Gisbert Wegener, Harald Keller. Videomix: Reinhard Westendorf
ab 20:30h

27./28.11. Stendal, Hochschule Magdeburg-Stendal: Tagung (Über-)Leben in der Provinz
Kurzvortrag. Infos unter https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/fachbereiche/angewandte-humanwissenschaften/fachtagung-und-ringvorlesung/jugendkulturen-ueber-leben-in-der-provinz.html

Wegweiser zum „Musicland“

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„Musicland“ hat dieses Mal die 1980er als Schwerpunkt – kein Bubblegum, kein Schlager-Pop, sondern ausgewählte Musik aus den Clubs und Rock-Diskotheken. Alternativ, untergründig, vor allem tanzbar. Aufgelegt werden Vinyl und CDs. Der Schauplatz „Compagnia Buffo“, ehemals Saal einer Gaststätte, heute Kulturstützpunkt mit Kneipe und grünem Außenbereich, liegt in idyllischer Umgebung in Bippen-Restrup, ungefähr auf halber Strecke zwischen Bremen und Osnabrück.

© Harald Keller

© Harald Keller