Themenvorschlag für Politthrillerautoren

Die Diskussion um den – in doppeltem Sinne – Fall des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten und zeitweiligen Bundespräsidenten Christian Wulff ist rund um die Ausstrahlung des Sat.1-Films „Der Rücktritt“ neu entflammt. Stefan Niggemeier thematisiert und analysiert in seinem Blog auf Basis des Buches „Der böse Wulff?“ von Michael Götschenberg die Rolle der „Bild-Zeitung“. Eine Leserin des Blogs kommentiert: „Mich würde ja viel mehr interessieren, was die BLÖD während der Amtszeit Wulffs als MP in Niedersachsen NICHT geschrieben hat“.

Die immanente Frage ist vielleicht interessanter, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Tatsächlich hatte sich der damalige Ministerpräsident Wulff eines Gesetzesverstoßes schuldig gemacht, als er auf die Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt Einfluss nahm. Wulff sorgte dafür, dass der Verkaufskanal RTL Shop einen Platz im niedersächsischen Kabelangebot erhielt – als Gegenleistung für die Zusage des Unternehmens, den Sender mit circa 50 Arbeitsplätzen in Hannover anzusiedeln. Die Vergabe der damals noch analogen Plätze im Kabelnetz war und ist Sache eben jener Vollversammlung der Landesmedienanstalt, einer unabhängigen Anstalt öffentlichen Rechts. Eine Einflussnahme auf deren Entscheidung ist der Landesregierung gesetzlich untersagt. Die Fachzeitschrift „Funkkorrespondenz“ recherchierte damals in dieser Sache, parallel und eigenständig auch ich. Drei Zeugen, zwei Mitglieder der Vollversammlung und ein Mitarbeiter der NLM, bestätigten die Einflussnahme der Landesregierung.

Nun sollte man annehmen, ein Gesetzesverstoß eines deutschen Ministerpräsidenten sei, auch wenn es ihm dabei um die Sicherung von Arbeitsplätzen ging, ein großes Thema für die Presse. Mitnichten. Zwar brachte die „Frankfurter Rundschau“ meinen Text, aber in Kurzform, ganz klein unten auf der Medienseite. Die „Funkkorrespondenz“ veröffentlichte im gleichen Zeitrahmen ausführlich zum Thema, allerdings in Sachen Gesetzesverstoß weniger konkret. Das war’s. Niemand nahm das Thema auf, weder „Bild“ noch eine andere Zeitung. Wulff blieb verschont.

Das Verhältnis der Presse zu Wulff änderte sich eklatant mit dessen Wechsel ins Amt des Bundespräsidenten. Aber waren es allein die beleidigten Reaktionen der „Bild-Zeitung“? Ließen sich alle blindlings vom Boulevardblatt an der Nase hinter sich herziehen? Sogar ein geschenktes Spielzeug für Wulffs Kinder war jetzt ein Skandal. Und: Warum setzten sich plötzlich Wulffs Gönner und politische Freunde sprunghaft von ihm ab? Gibt es vielleicht mehr als nur einen zeitlichen Zusammenhang mit Wulffs bemerkenswerter, in seinen eigenen Kreisen umstrittenen Äußerung, dass der Islam wie das Christen- und Judentum zum heutigen Deutschland gehöre? Verschwörungstheoretiker und Politthriller-Autoren jedenfalls finden hier ein ergiebiges Thema. „House of Cards – The German Version“. Allerdings reine Spekulation und somit vielleicht eher ein Thema für Uwe Boll als für Nico Hofmann.

Nachtrag am 27.2.: Siehe auch http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/wulffprozess125.html.

Die Grenzen der Showrunner

Zur Debatte rund um das Serienschaffen in Deutschland, den skandinavischen und angelsächsischen Ländern lieferte „zukunft 1908“ einen Beitrag (siehe Kommentare zum Text „Bloß kein Kopfzerbrechen“). Viele Positionen entsprechen denen des Betreibers dieses Blogs. Es gibt dort aber auch eine Passage, die der Relativierung beziehungsweise Ergänzung bedarf: „Das Problem, das die deutsche Serie kaputt macht, sie im Vergleich zu ihren amerikanischen Konkurrenten erbärmlich erscheinen lässt, ist das Fehlen der Showrunner. Angelsächsische Serien haben eine Handschrift – von einem Kreativen. Da gibt es die Showrunner, die die kreative Verwantwortung tragen und die, wenn eine Serie richtig gut läuft, damit auch richtig gutes Geld verdienen können. Es ist in ihrem Interesse, dass ihre Serien geil werden, denn eine geile Serie füllt ihre Brieftaschen.“

Der sogenannte „Showrunner“ ist seit einiger Zeit in deutschen Kulturfeuilletons zu einer Art Held geworden. In ihm meinen die Berichterstatter jene Autorenpersönlichkeit gefunden zu haben, die offenbar unabdingbar zu sein scheint für das Entstehen hochwertiger Kunst. Dabei gibt es längst schon in allen künstlerischen Bereichen auch hochrangige Werke, die aus kollektiver Tätigkeit hervorgegangen sind. Doch das wird seit je in der Filmkritik mit ihrem starren Blick auf den Regisseur vernachlässigt, nun auch bei der Fernsehproduktion. Bei Kinorezensionen ist bezeichnend, dass noch immer vom Autorenfilm und der Autorentheorie die Rede ist, obgleich die Kritiker der „Cahier du Cinema“ in Wahrheit von einer „Autorenpolitik“ gesprochen hatten. Und der große Kinofilm ist so gut wie immer eine Ensembleleistung. Die alljährliche „Oscar“-Verleihung mit ihren Preisen für die diversen Gewerke macht es anschaulich, aber manche Kritiker nehmen es noch immer nicht zur Kenntnis.

Unter anderem deshalb blickten die Feuilletons jahrzehntelang mit Verachtung aufs Fernsehen: Es war dort nicht auf Anhieb ein Autor, eine Künstlerpersönlichkeit auszumachen, die vergöttert werden konnte. Zwei Dinge änderten die Rezeption: Neue Vertriebsarten wie DVD und Internet, die eine Serienstaffel komplett und damit als kohärentes Werk verfügbar machte. Und die Entdeckung, dass in der Serienproduktion anders als im Kinobereich nicht der Regisseur als zentrale kreative Kraft agiert, sondern der Autorenproduzent, der nicht zwingend mit dem Schöpfer, dem „Creator“ identisch sein muss.

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Kultserien: „Einsatz in Manhattan“ („Kojak“)

Zwischen 1973 und 1978 war Theopodophilous Kojak, ein New Yorker Police Lieutenant griechischer Herkunft, tätig im 13. Revier im Stadtteil Manhattan South, einer der weltweit populärsten Polizeibeamten. Über hundert Länder übernahmen die vom Start weg erfolgreiche Serie, und in den englischsprachigen Ländern gingen Kojaks flappsige Sprüche rasch in den allgemeinen Sprachschatz ein, wiederkehrende Phrasen wie „Who loves ya, baby?“ und die unverschämte Anrede „Pussycat“. Über alle Sprachgrenzen hinweg verständlich war ein anderes Markenzeichen: der Lollipop, ursprünglich ein Substitut für Kojaks Zigarillos, die den Unmut gesundheitsbewusster Zuschauer erregt hatten. Im Verlauf der Serie griff der „bei deutschen Frauen hochgeschätzte sexy Kahlkopf“ (Der Spiegel, 1975) schließlich häufiger zur Süßware als zur Dienstwaffe. Seine Fans taten es ihm nach: Auf dem US-Markt stieg der Absatz der Bonbons am Stiel um 500 Prozent. In den ab 1989 gedrehten Fortsetzungen musste der oralfixierte Ermittler dann allerdings auch auf seinen Lolli verzichten – zahnärztliche Organisationen hatten eingedenk des bekannten Nachahmungseffekts vor einem Anstieg der Karieserkrankungen gewarnt.

Ursprünglich war dem widerborstigen New Yorker Cop, der stets im maßgeschneiderten Zwirn zum Dienst erschien, nur ein einmaliger Auftritt in dem dreistündigen TV-Movie „The Marcus-Nelson Murders“ (USA 1973) zugedacht gewesen. Das Dokumentardrama basierte auf einem Buch mit dem Titel „Justice in the Back Room. Darin beschrieb der Autor Selwyn Raab einen authentischen Kriminalfall, der als „Wylie-Hoffert-Fall“ in die Justizgeschichte eingegangen war und 1966 zu einer Strafrechtsänderung geführt hatte. In der fiktionalisierten TV-Version wird ein schwarzer Jugendlicher fälschlich einer Vergewaltigung bezichtigt. Mit unzulässigen Verhörmethoden zwingt man ihn, einen Doppelmord zu gestehen, der mit seinem Fall nicht das Geringste zu tun hat. Der unorthodoxe Police Lieutenant Kojak kennt die Hintergründe des falschen Geständnisses und setzt alles daran, die Unschuld des Jungen zu beweisen. Infolge seiner Bemühungen wird der Beschuldigte vom Mordvorwurf freigesprochen. Um jedoch die Schlappe wettzumachen, erheben Polizei und Staatsanwaltschaft erneut Anklage wegen Vergewaltigung. Mit einer geänderten Prozesstaktik gelingt es ihnen, die Geschworenenjury zu überzeugen. Der Junge wird verurteilt. Resigniert kehrt Kojak zu seiner Routinearbeit zurück.

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Serienqualität en suite

ZDFneo war wieder in England einkaufen und hat u. a. eine faszinierende Serie und den exzellenten Mehrteiler „The Fear“ – Hauptrolle: der immer sehenswerte Peter Mullan – mitgebracht. Die Serie „Ripper Street“ spielt im Jahre 1 nach den Gräueltaten des berüchtigten Mehrfach-Mörders, dessen Name „Jack“ anonym abgefassten Briefen entstammt und der nie gefasst werden konnte. Entsprechend herrschten seinerzeit Angst und Misstrauen in Londons Stadtteil Whitechapel. Mehr zur Serie unter http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik—ripper-street–eine-woelfische-welt,1473344,26211350.html. Danach dann die Wiederholung von „Misfits“. Wer sie noch nicht gesehen hat – ein Paradebeispiel, wie man mit wenig Geld eine dichte und packende, auch inhaltlich wertige TV-Erzählung des fantastischen Genres hinbekommt. Alle drei Sendungen immer montags.

Für Bildschirmleser

In eigener Sache: Der Kriminalroman „Ein schöner Tag für den Tod“ liegt derzeit ausschließlich als E-Book vor und ist als solches bei allen bekannten Anbietern erhältlich. Leseprobe und Kritiken unter https://www.amazon.de/Ein-sch%C3%B6ner-Tag-f%C3%BCr-Nordsee-Krimi-ebook/dp/B00IKNMOIA/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1479564549&sr=8-3&keywords=Ein+sch%C3%B6ner+tag+f%C3%BCr+den+tod

Ein schöner Tag für den Tod.Cover.klein.VikianaEbenfalls als E-Book verfügbar ist die Schauermär „Halloween … Horrornacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung ist die erweiterte Fassung einer Kurzgeschichte und basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

Näheres unter https://www.amazon.de/Halloween-Horrornacht-mit-Holenkerl-nieders%C3%A4chsischer-ebook/dp/B01A9VR18I/ref=sr_1_2?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1479564618&sr=1-2 und bei allen anderen E-Book-Anbietern.

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Bloß kein Kopfzerbrechen – Von Publikumsräten und Programmplätzen

Eine Meldung machte die Runde: Der „ZDF-Publikumsrat“ habe offiziell Beschwerde beim ZDF-Fernsehrat gegen Moderator Markus Lanz wegen dessen konfrontativen Verhaltens beim Gespräch mit seinem Talk-Gast Sahra Wagenknecht erhoben. Der „Süddeutschen Zeitung“ muss das Konzept eines „Publikumsrates“ so schlüssig erschienen sein, dass deren Redakteure das Gremium als Faktum ansahen. Und diesen Irrtum auch in ihre Berichterstattung einfließen ließen. Andere, vor allem boulevardeske Internetportale, taten es der Münchner Tageszeitung nach.

Einige haben sich inzwischen korrigiert, wenn auch beileibe nicht alle. Denn ein „Publikumsrat“ existiert in Deutschland gar nicht. Vielmehr wurde in privater Initiative von der Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Christine Horz (Frankfurt/Erfurt) und der Medienpädagogin Dr. Sabine Schiffer (Erlangen/Berlin), deren „Schriftenverzeichnis“ auch Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Organen wie „Bild + Funk“, „Super TV“ und „Gong“ umfasst, eine Web-Seite geschaffen, die die Einrichtung eines „Publikumsrates“ fordert, diesem Vorhaben zuarbeiten soll und zu diesem Zweck auch bereits Spenden sammelt. Die Initiatorinnen verstehen den zu gründenden „Publikumsrat“, so formulieren sie auf ihrer Webseite, „als unabhängige Interessenvertretung und Mittlerin zwischen Publikum und Rundfunkanstalten“.

Ein „Publikumsrat“ sei nötig, weil „Programminhalte ausgedünnt“ würden und generell den Zuschauern als Geldgebern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein Mitspracherecht zustünde. Offen bleibt, wie ein solcher „Rat“ zusammengesetzt sein soll und wie und von wem seine Mitglieder bestimmt oder gewählt werden. In jedem Fall bauen die beiden Aktionistinnen auf den akademischen Bereich, wie sie schreiben: „Die Initiative ‚Publikumsrat‘ wird von Kommunikations- und Medienwissenschaftler/innen unterstützt und kann folglich die notwendige Fachkenntnis und Neutralität gewährleisten.“

Vage verweisen sie auf existierende „Publikumsräte“ in anderen Ländern wie etwa Österreich. Die allerdings sind nicht anders zusammengesetzt als öffentlich-rechtliche Rundfunkgremien in Deutschland: In Österreich beispielsweise treffen sich 36 Vertreter gesellschaftlich relevanter Gruppen wie Kirchen, Gewerkschaften, Sportverbände regelmäßig, um „Empfehlungen an die Geschäftsführung des ORF zur Programmgestaltung“ auszusprechen. „Darüber hinaus hat das Gremium ein Vorschlagsrecht betreffend die Volksgruppenprogramme und betreffend den technischen Ausbau des ORF“, heißt es in der Satzung. Folgt man diesem Modell, wird ein Gremium geschaffen, dessen Aufgaben in Deutschland bereits anderweitig vergeben sind und erledigt werden.

Vernachlässigt wurde in der Debatte bislang, dass es in Westdeutschland ähnliche Initiativen bereits gegeben hat. 1963 schlagzeilte die Presse, ganz ähnlich wie heute: „Fernsehverband wird aktiv. Gebührenzahler wollen Mitsprache“. Damals konkurrierten gleich mehrere Vereine darum, die Zuschauerschaft bei Hörfunk und Fernsehen vertreten zu dürfen. Die „Funk- und Fernsehfreunde e. V.“ (FFF) in Wuppertal beispielsweise verfolgten als Ziel die „Mitgestaltung und Mitberatung an den (…) Programmen aller Funk- und Fernsehsendungen“. Als Vorsitzender fungierte der Kaufmann und Nebenberufs-Komponist Hans Kölsch, der sogar eine Gesetzesänderung forderte, um den angeblich 3.000 Mitgliedern seines Vereins direkten Einfluss auf die Programmgestaltung zu ermöglichen. In etwas wirrer Diktion beschrieb er damals in einem Interview mit dem Süddeutschen Rundfunk seine Vorstellungen von einem verbesserten Programm: „Leichte Lektüre, leichtere Darbietungen. Meinetwegen gute Operetten. Oder sehr gute Fernsehspiele, die den Menschen im Prinzip erfassen. Aber die nicht so komplizierte Situationen darstellen, wie man das uns so manchmal inhaltlose Wiedergaben, die vollkommen desinteressiert sind.“ [Sic!] Weiterlesen

Kultserien: Die Spätberufene

„Meine Leser können mir alles verzeihen – ausgenommen Langeweile.“ So lautet die Arbeitsphilosophie der Kriminalschriftstellerin Jessica Fletcher, und tatsächlich ist Langeweile ein Fremdwort für ihre zahlreichen Anhänger – für die fiktiven, mit denen sie auf dem Bildschirm zu tun bekommt, ebenso wie für die realen, die in großer Zahl die amüsanten und spannenden Kriminalfälle verfolgen, in die Jessica Fletcher immer wieder aufs neue – mal mit, mal ohne ihr Zutun – verwickelt wird.

Die liebenswerte Starautorin ist eine freundliche ältere Lady und also eine eher untypische Krimiheldin. Erst spät, so die Vorgeschichte, kam die pensionierte Lehrerin zu ihrem ungewöhnlichen Metier: Nachdem ihr Ehemann verstorben war, suchte die geschäftigte Seniorin nach einem sinnvollen Zeitvertreib und verfiel aufs Krimischreiben. Fortan knüpfte sie eifrig Handlungsfäden und strickte Mordintrigen, häkelte Plots und klöppelte Spitzen-Thriller. Was als reines Freizeitvergnügen begann, erwies sich bald als lukrative Beschäftigung. Ihr Lieblingsneffe Grady (Michael Horton) sandte eines der Manuskripte an ein Verlagshaus, und über Nacht kam der Erfolg: Jessicas Romanerstling mit dem Titel „Der Leichnam tanzt um Mitternacht“ erklomm die Bestsellerlisten. Unversehens fand sich die Debütantin im Literaturbetrieb wieder. Seither ist sie eine begehrte Interviewpartnerin und gastiert häufig in Fernseh-Talkshows, sie muss Signierstunden abhalten und Lesereisen unternehmen, sie fungiert als Beraterin bei den Verfilmungen ihrer Werke und recherchiert zwischenzeitlich für ihre nächsten Romane. Wo immer aber sie sich gerade aufhält – meist dauert es nicht lang, bis ein Mensch aus ihrer unmittelbaren Umgebung einem Verbrechen zum Opfer fällt. Und wie die wesensverwandte Miss Marple lässt auch Jessica es sich nicht nehmen, mit ihrem Scharfsinn und ihrer ausgeprägten Beobachtungsgabe zur Lösung der meist sehr verzwickten Fälle beizutragen, insbesondere da die kraft ihres Amtes für derlei Tätigkeiten zuständigen Polizisten sich oftmals als engstirnige, misogyne, einzig auf ihre Dienstvorschriften geeichte Prinzipienreiter erweisen, die entscheidende Indizien sträflich missachten und statt dessen alles daran setzen, unschuldige Mitbürger hinter Gitter bringen. Weiterlesen