Für Bildschirmleser

In eigener Sache: Der Kriminalroman „Ein schöner Tag für den Tod“ liegt als E-Book vor und ist bei allen bekannten Anbietern erhältlich. Leseprobe und Kritiken unter https://www.neobooks.com/ebooks/harald-keller-ein-schoner-tag-fur-den-tod-ebook-neobooks-30476. Die Paperback-Ausgabe (Oktober Verlag, Münster) ist weiterhin verfügbar.

Ein schöner Tag für den Tod.Cover.klein.VikianaNur als E-Book erschienen ist die Schauermär „Halloween … Horrornacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung ist die erweiterte Fassung einer Kurzgeschichte und basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

Näheres unter Neobooks.de.

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Unselige Fügung

Vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse hat die schon zu Wochenbeginn formulierte Überschrift eine degoutante Anmutung bekommen, zumal sie seitens der Redaktion gekürzt wurde. In voller Länge lautet sie, frei nach Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken im amerikanischen Mittelstand. Eben darum geht es in der US-Serie „Satisfaction“, deren Start im Regionalprogramm des WDR für heute angekündigt ist.

Mehr dazu unter http://www.fr-online.de/tv-kritik/-satisfaction—wdr-angst-und-schrecken,1473344,34534518,view,asFirstTeaser.html

Fliegen die Gebrüder Wright aus den Geschichtsbüchern?

Auf die Frage, wer den ersten motorisierten Flug der Menschheitsgeschichte absolvierte, käme man mit der Antwort „die Gebrüder Wright“ bei „Wer wird Millionär?“ wohl eine Runde weiter. Was daran nicht stimmt – selbstredend auch für mich ein Lerneffekt -, steht hier: http://www.noz.de/…/fliegen-die-wrights-aus-den-geschichtsb…
Einmal mehr zeigt sich, dass man sich nicht blindlings auf das sogenannte Allgemeinwissen verlassen sollte. Schon gar nicht im wissenschaftlichen und journalistischen Bereich. Lieber checken als nachplappern.

Kraftausdrücke vom Ehren-Doktor

No Offence

Foto: ZDF und Fremantle Media.

Mit „No Offence“ kommt eine neue britische Krimiserie auf die deutschen Bildschirme. Keine Dutzendware, sondern provokant, zeitkritisch, packend bis zum Nägelkauen. Mit Dialogen zum Nachbeten. Leider sind sie nicht jugendfrei.

Was für ein Entree: Dinah Kowalska (Elaine Cassidy) hatte keinen Spaß an ihrem Rendezvous. Sie fühlt sich von ihrem Begleiter Bob düpiert. Dinah ist nicht die Frau, die dergleichen klaglos hinnimmt. Erst fliegt schwungvoll Bobs Gehhilfe aus dem gemeinsamen Taxi, dann der gescheiterte Galan. Zum Abschied gibt es eine geharnischte Verwünschung. Weiter geht die Fahrt, da entdeckt Kowalska draußen einen gesuchten Verdächtigen. Schon zückt sie die Polizeimarke, streift die Pumps von den Füßen und hetzt im Ledermini durch Manchesters Innenstadt, hüpft behend über umgestürzte Mülltonnen, wedelt mit den Handschellen. Der Gejagte glaubt sich im Vorteil, grinst frech – und wird von einem Bus überrollt.

Der Vorfall kostet Kowalska die Beförderung. (…)

Wie es weitergeht und wer diese umwerfende, heute bei ZDFneo startende Serie geschrieben hat, steht hier:

http://www.fr-online.de/tv-kritik/-no-offence—kraftausdruecke-vom-ehren-doktor,1473344,34499536,view,asFirstTeaser.html

Erinnerungslücken

Günther Jauch wird 60 und alle sind des Lobes voll. Der Berliner „Tagesspiegel“ fabuliert explizit von der „Skandalfreiheit des verheirateten Familienvaters mit vier Kindern“. Wer da aber zumindest in Altersfragen dem Jubilar nahekommt, erinnert anderes. Es ward auch schon aufgeschrieben, vor Jahren, hier zum Beispiel: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-teflon-mann
Wundern darf man sich zudem, dass weit und breit Jauchs Sicht auf die öffentlich-rechtlichen Gremien, die er bekanntlich als „Gremlins“ anrüffelte, kongruent übernommen wird. Dabei haben die Gremien seinerzeit beim Kasus Jauch, anders als später beim Gottschalk-Engagement, ja mal funktioniert. Wenn auch nicht mit Langzeitwirkung.

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Keine Spur von Routine beim Gastspiel von Sister Sledge am 8. Mai 2016 beim Stadtfest in Münster. Die Damen geben sich auf der Bühne so übermütig und putzmunter, als wären sie auf ihrer ersten Tour überhaupt, albern herum, bitten Zuschauer aufs Podium, klatschen die ersten Reihen ab und mischen die bekannten Hits mit Gospel – so haben sie mal angefangen – und einem selbstkomponierten Rocksong. Sister Sledge gehören zur Disco-Ära, sind aber keiner dieser Playback-Hupfdohlen-Acts, wie die Älteren unter uns sie aus dem zur Dorfdisko verkommenen späten „Musikladen“ kennen, bei denen im besseren Fall ausgebildete Tänzerinnen die Lippen zu Gesangsparts bewegten, die in München oder anderswo am Fließband produziert wurden.

Sister Sledge hingegen sind eine Band, in der die Sängerinnen untereinander und mit ihren Musikern kommunizieren. Überraschende Einlage: Debbie Sledge, die vergangene Woche xnlnzig wurde, bekam von ihrem Sohn eine Geburtstagstorte überreicht, und ein paar hundert Westfalen sangen „Happy Birthday“. Zur Zugabe durften nochmals Fans auf die Bühne. Zwar wurde auch anderes vermeldet, aber zum Finale hieß es frei nach Nile Rodgers und Bernie Edwards (R.I.P.): „Freak Out!“

Fotos: Harald Keller.

© 2015 NBCUniversal Media, LLC - © RTL II

Auf ihr lastet eine schwere Bürde: Danika Yarosh als Malina. © 2015 NBCUniversal Media, LLC – © RTL II

 

Als im vergangenen Jahr die Geschwister Lilly und Lana Wachowski ihre Erzählserie „Sense8“ veröffentlichten, verspürten manche Serienfans so etwas wie ein Déjà-vu. Eine Geschichte über einander unbekannte, in aller Welt verteilte Menschen, die per Vorsehung miteinander verbunden sind – das hatte man recht ähnlich schon einmal gesehen: Die Serie heißt „Heroes“, stammt von dem erfahrenen Produzenten Tim Kring und erlebte 2006 in der Senderkette NBC eine bei Kritik und Publikum vielbeachtete Premiere.

Wo andere bereits eingeführte Comic-Reihen adaptieren und von deren Erfolg zu profitieren versuchen, kehrte Tim Kring das Prinzip um. Er gestaltete seine Serie nach Art eines Superhelden-Comics. Den gab es auch – aber als Folgeprodukt, zunächst im Web, dann auch in gedruckter Form.

„Heroes“ erzählte eine hochgradig verschachtelte Geschichte unterschiedlicher Menschen, die mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet sind. Die machen sie nicht zu bewunderten Superhelden alter Schule, sondern zu Außenseitern. (…)

Weiter geht es hier: http://www.fr-online.de/tv-kritik/-heroes-reborn—rtl-ii-verfolgte-minderheit-der-superhelden,1473344,34473118,view,asFirstTeaser.html