Lesen und lesen lassen

Der Mord an einer alleinstehenden Bibliothekarin gibt der Osnabrücker Mordkommission um Hauptkommissarin Bea Agarius Rätsel auf. Die Tote wurde auf dem Gertrudenberg im Bürgerpark gefunden. In einer eigenartigen Position. Mit ihrem Hund an ihrer Seite. Nur wenig später verschwindet eine junge Studentin. Ihre Mitbewohnerin macht sich Sorgen. Und begibt sich auf die Suche. In einem nahen Seniorenstift fantasiert ein dämmernder Bewohner von einem „Ropenkerl“. Einer Osnabrücker Sagengestalt. Pflegerin Asli Ozcan weiß nichts damit anzufangen. Bis sie dem „Ropenkerl“ unvermittelt gegenübersteht …

„Rendezvous mit dem Ropenkerl“, ca. 250 Seiten, Bookshouse Verlag

Der Kriminalroman „Ein schöner Tag für den Tod“ erscheint voraussichtlich im Mai 2019 als Neuauflage gedruckt und als Ebook im Bookshouse Verlag.

Weiterhin erhältlich ist „Die Nacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

Überall erhältlich, wo es gedruckte Bücher gibt.

Möchten Sie eine Lesung veranstalten? Schreiben Sie mir unter ropenkerl@t-online.de. Auch Gemeinschaftslesungen mit anderen Autorinnen und Autoren aus dem Osnabrücker Raum können arrangiert werden.

Begegnungen mit Schriftstellern unterschiedlicher Sparten ermöglicht die Veranstaltungsreihe „Die Lese-Rampe“, jeweils am letzten Freitag im Monat (außer Juli und August) in der historischen Osnabrücker Studentenkneipe „Unikeller“. Bislang waren zu Gast Frank Schulz, Heike Maria Fritsch, Ulrike Kroneck, Ina Bitter, Andreas Mand, Martha Maschke, Mareike Eigenwillig, Melanie Jungk. Das aktuelle Programm finden Sie unter http://www.unikeller.de/programm/

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Die Serie, die die Welt bewegte

Schon viele Jahre vor Netflix gab es Serien, die ein weltweites Publikum fanden: https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/1624818/vierteilige-us-serie-holocaust-wird-wieder-im-tv-gezeigt

Harald Keller: Rendezvous mit dem Ropenkerl. Bookshouse Verlag. ca. 250 Seiten. Ab Ende Januar im Handel.

„Sie riss schützend die Hände hoch, aber es war zu spät. Der schnelle, wuchtige Schlag traf sie seitlich am Kopf. Wie eine Stichflamme schoss der Schmerz durch ihren Körper. Blutroter Nebel brannte sich in ihre Augen und nahm ihr die Sicht.
Und dann wurde alles lichtlose Nacht.“

Der Mord an einer alleinstehenden Bibliothekarin gibt der Osnabrücker Mordkommission um Hauptkommissarin Bea Agarius Rätsel auf. Die Tote wurde auf dem Gertrudenberg im Bürgerpark gefunden. In einer eigenartigen Position. Mit ihrem Hund an ihrer Seite. Nur wenig später verschwindet eine junge Studentin. Ihre Mitbewohnerin macht sich Sorgen. Und begibt sich auf die Suche. In einem nahen Seniorenstift fantasiert ein dämmernder Bewohner von einem „Ropenkerl“. Einer Osnabrücker Sagengestalt. Pflegerin Asli Ozcan weiß nichts damit anzufangen. Bis sie dem „Ropenkerl“ unvermittelt gegenübersteht …

Geht der Ropenkerl wieder um im heutigen Osnabrück?

Einst folgte die historische Sagengestalt unerfindlichen Wegen. Meist sah man den Ropenkerl am Rande der Stadt in der Gegend des Gertrudenbergs. Niemand kannte seine Herkunft, seine Absichten, seine Bestimmung. Die Geschichte hat ihn vergessen. Nur in alten Büchern findet man noch seinen Namen.

Gegenwart. Es ist Herbst in Osnabrück. Am Tag der Zeitumstellung gerät ein alter Mann in Verwirrung. Stammelt, nuschelt. Was er sagt, ist schwer zu deuten. Ein Wort aber dringt durch und geht seiner Pflegerin nicht mehr aus dem Kopf: Ropenkerl.

Zur selben Zeit beschäftigt ein bizarrer Leichenfund die Osnabrücker Öffentlichkeit. Die Hauptkommissare Bea Agarius und Sven Fehrenkämper stehen vor einem Rätsel. Eine verwitwete Bibliothekarin wurde ermordet und auf dem Gertrudenberg im Rosengarten abgelegt. Ein Motiv ist nicht erkennbar.

Wurde das Opfer zufällig ausgewählt? Und wird der Täter womöglich wieder töten?

Krimilesung: Ropenkerl“ on Tour

24.1. Wallenhorst-Hollage, „Heimathaus“, mit Melanie Jungk („Morgengrauenkiller“)
26.1. Osnabrück, Osna-Buch, Haus der Jugend
21.2. Bersenbrück, „Bücherwelt“, Schulstraße 2, mit Melanie Jungk („Morgengrauenkiller“)
22.2. Osnabrück, „Unikeller“
15.3. Vechta, Haus der Bildung und Familie
21.3. Bramsche, Stadtbücherei, mit Melanie Jungk („Morgengrauenkiller“)
Terminanfragen für Lesungen, Buchpräsentationen, Workshops bitte an ropenkerl@t-online.de.

 

Spaß an der puren Grenzverletzung

Mit dem doch etwas verkrampften Wortspiel „NEOriginal“ hat das ZDF für seinen Spartensender ZDFneo eine neue Marke geschaffen, die, so schreibt Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion ‘Fernsehfilm/Serie I’, künftig für „besondere und ausgewählte Serien“ stehen soll. Die erste Produktion mit diesem Etikett ist die sechsteilige Serie „Parfum“, von der zunächst im November 2018 wöchentlich je zwei Folgen bei ZDFneo ausgestrahlt wurden und die zeitgleich, das heißt ab dem Starttag der ersten Folge, komplett in der ZDF-Mediathek verfügbar war (aus Jugendschutzgründen aber erst nach 22.00 Uhr). Ab dem 5. Januar 2019 werden die sechs rund 60-minütigen Folgen dann jeweils samstags um 21.45 Uhr im ZDF-Hauptprogramm gezeigt. Bei ZDFneo wurde die Ausstrahlung der ersten Episode gar arg großspurig mit einem Countdown eingeleitet.

Autorin Eva Kranenburg, Regisseur Philipp Kadelbach und Produzent Oliver Berben (Moovie) zeichnen gemeinsam für das Serienkonzept verantwortlich, das inspiriert ist von Patrick Süskinds Bestsellerroman „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders“ aus dem Jahr 1985. Lässt Süskind seinen historischen Kriminalroman um einen soziopathischen Parfümeur im Paris des 18. Jahrhunderts spielen, so siedelt die neue Variante am Niederrhein und in der Gegenwart, zudem auf einer zweiten Ebene in der zwanzig Jahre zurückliegenden Jugend der Protagonisten.

Das ZDF bewirbt die Serie als „High End“-Produkt, ich sehe eher „unterste Schublade“. Die Begründung in Fortsetzung der obigen Zeilen steht hier: https://www.medienkorrespondenz.de/fernsehen/artikel/eva-kranenburgphilipp-kadelbach-parfum-68209teilige-serie-zdfneo.html

Das babylonische Berlin der Gegenwart

Henry Silowski (Peter Kurth). (c) Andreas Fischerkoesen/ZDF.

In letzter Zeit stieß der Kreuz-und-quer-Leser fast unvermeidlich auf den Satz: „Deutschland kann Serie“. Worauf dreierlei zu entgegnen wäre. Erstens: Deutschland kann kein deutsch. Zweitens: In Deutschland werden schon lange gute Serien produziert. Nur hatte früher beispielsweise eine Ausnahmeproduktion wie „Die Partner“ mit Jan Josef Liefers, Ann-Kathrin Kramer, Ulrich Noethen nicht einmal beim Grimme Preis eine Chance. Episoden wie „Julias blaue Augen“ ließen dem Publikum gedanklichen Spielraum. Und dann noch diese Wackelkamera … Dergleichen goutierte man damals noch nicht in den Gefilden der Hochkultur. Die Juroren wandten sich mit Grausen.

Drittens: Der obige Satz bezieht sich auf „Babylon Berlin“. Und diese Produktion ist nun keine gelungene Serie im Sinne einer genuinen Fernsehepik, sondern ein verlängerter Kinofilm mit überbetonten Schauwerten und schneller Taktung immer neuer Sensatiönchen und Attraktionen, dessen Machart gerade nicht zulässt, was eine gute TV-Serie ausmacht: die schrittweise Auslotung der Figuren, deren charakterliche Fortentwicklung, die mähliche Vertiefung und multiperspektivische Erörterung des Sujets.

An diesem Wochenende startet im ZDF der Fünfteiler „Die Protokollantin“. Dort begegnet man erneut dem Schauspieler Peter Kurth, der hier den Kriminalbeamten Henry Silowski und in „Babylon Berlin“ den Bruno Wolter verkörpert. Mit signifikantem Unterschied: In „Die Protokollantin“ kann Kurth unter der Regie von Nina Grosse und der international tätigen Samira Radsi die Bandbreite seines Könnens ausspielen. Immer wieder gibt es Momente des Innehaltens und des Schweigens. Auch lange, aktionsarme Szenen, wenn es nötig ist. Die besagen oft mehr als die hochtourige Geschwätzigkeit künstlich geblähter Monumentalproduktionen.

Die titelgebende „Protokollantin“, gespielt von der ungeschminkten, grau melierten Iris Berben, arbeitet bei der Berliner Kriminalpolizei und wird täglich mit Verbrechen aller Art, darunter schlimmste Grausamkeiten, konfrontiert. Die 63-Jährige ist eine stille Person, die selbst an der Ampel hinter die anderen zurücktritt. Jedoch wahrt sie ein Geheimnis, versteht selbst zu ermitteln. Nicht im Miss-Marple-Duktus von „Adelheid und ihre Mörder“ – „Die Protokollantin“, nach einer Idee von Friedrich Ani von Nina Grosse weitergedacht und ausgeführt, ist ein Beispiel des „German noir“. Auch nicht neu, in letzter Zeit aber häufiger anzutreffen. Trotz einiger dramaturgischer Unebenheiten – sehenswert ist der Fünfteiler allemal.

Die Protokollantin“, ab 20.10.2018, samstags, 21:45 Uhr, und in der ZDF-Mediathek

Freya Becker (Iris Berben, r.) und Tochter Marie (Zoe Moore, l.). (c) Andreas Fischerkoesen/ZDF.

Vom Leben zwischen den Kriegen

Vor vier Jahren, als sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Male jährte, taten sich europäische und australische Sender zusammen, um im Zuge einer beinahe beispiellosen Anstrengung das damalige Geschehen aus Warte der Betroffenen anschaulich zu machen. Die Bücher zu der Dokumentarreihe „14 – Tagebücher des Ersten Weltkrieges“ entstanden auf Basis authentischer Memoiren. Zwei davon stammten von prominenten Personen der Zeitgeschichte, von Käthe Kollwitz und Ernst Jünger. Das Ausnehmende dieser Produktion aber lag darin, dass nicht aus Warte der Politik und Oberschicht erzählt wurde, sondern zusätzlich gewöhnliche Menschen das Wort erhielten. Darum verbot es sich, allein auf zeitgenössisches dokumentarisches Filmmaterial zurückzugreifen. Denn das, so weiß man, war zensiert, wenn nicht gar von vornherein gestellt. So manche erhaltene Kriegsszene beispielsweise war agitatorische Spiegelfechterei und hatte mit dem realen Frontgeschehen nichts gemein.

So widersprüchlich es also erscheinen mag: Wenn die Autoren um Jan Peter und Gunnar Dedio, die das Konzept entwickelt hatten, die in den authentischen Tagebüchern beschriebenen Szenen teils mit Schauspielern umsetzen oder aus dem Off nachsprechen lassen, dann kommt diese Nachstellung der Wahrheit näher als die damalige filmische Regierungspropaganda. Die szenischen Erzählungen waren eng verwoben mit filmischem und fotografischem Dokumentarmaterial, das teils aufwändig restauriert wurde.

Vier Jahre später, also hundert Jahre nach der deutschen Kapitulation, nahm dasselbe Team den Faden wieder auf.

Bitte lesen Sie weiter unter http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/krieg-der-traeume-arte-vom-leben-zwischen-den-kriegen-a-1580163

 

Blaublütige Kommissarin jagt kaltblütige Killer

Ina Bitter. Foto: N. Hatke.

Osnabrück. Zum Auftakt der Herbstsaison wird es wieder spannend im Gewölbe unter dem Osnabrücker Schloss, dem Domizil der Veranstaltungsreihe „Die Lese-Rampe“. Zu Gast ist die in Osnabrück beheimatete Autorin Ina Bitter. Sie hat in diesem Jahr mit „Tod im Teufelsmoor“ (Gmeiner Verlag) ihren ersten Kriminalroman und damit gleich ein beachtliches Debüt vorgelegt.

Hauptkommissarin Elisabeth von Seelenthin entstammt altem Adel, Snobismus aber liegt ihr fern. Sie kleidet sich leger und fährt wie ein Rallyepilot auf Droge. Zur gereckten Nase neigt eher Staatsanwältin Teschner, die nur zu gern bissige Bemerkungen abschießt.

Die beiden gegensätzlichen Frauen sehen sich zur Zusammenarbeit gezwungen, als im Moor und in einem Bremer Villenviertel männliche Leichen gefunden werden. Ein Student mit fragwürdigem Lebenswandel, ein angesehener Chirurg. Der eine verbrannt, der andere überfahren. Zwei Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen und ohne ersichtliche Verbindungen. Und doch sind sie sich schon begegnet …

Tod im Teufelsmoor“ beschreibt einen verzwickten, von der Autorin sorgfältig ausgearbeiteten Kriminalfall. Ina Bitter, journalistisch erfahren, hat für ihr Krimidebüt eingehend recherchiert und schreibt mit großer sprachlicher Gewandtheit, mit ausgeprägtem Gespür für Milieudarstellungen, für die Psychologie ihrer Charaktere. Souverän führt sie die Leserschaft durch einen komplexen, dabei immer glaubwürdigen Plot mit lebensnahen Figuren.

Kommissarin Elisabeth von Seelenthin verfügt über detektivischen Scharfblick. Die Erschaffung einer solchen Figur setzt voraus, dass auch die Autorin über eine gute Beobachtungsgabe verfügt. Das Augenmerk der Kriminalisten gilt dem Detail, in der Realität wie im Roman. Die kleinste Spur kann hilfreich sein. Diese Genauigkeit zählt zu den Qualitäten des Romans „Tod im Teufelsmoor“.

Im Rahmen der „Lese-Rampe“ wird Ina Bitter ihr Krimidebüt vorstellen und im Gespräch mit Gastgeber Dr. Harald Keller über ihre schriftstellerische Tätigkeit berichten.

 

Veranstaltungsdaten:

Die Lese-Rampe“ präsentiert: Ina Bitter liest aus ihrem Kriminalroman „Tod im Teufelsmoor“

Termin: 28.9.2018

Beginn: 20:00 Uhr

Ort: „Unikeller“, Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Eintritt: Spenden erbeten (Pay After)

Platzreservierungen bis zum Vortag und nur per Mail unter lese-rampe@gmx.de.