Lesen und lesen lassen

Der Mord an einer alleinstehenden Bibliothekarin gibt der Osnabrücker Mordkommission um Hauptkommissarin Bea Agarius Rätsel auf. Die Tote wurde auf dem Gertrudenberg im Bürgerpark gefunden. In einer eigenartigen Position. Mit ihrem Hund an ihrer Seite. Nur wenig später verschwindet eine junge Studentin. Ihre Mitbewohnerin macht sich Sorgen. Und begibt sich auf die Suche. In einem nahen Seniorenstift fantasiert ein dämmernder Bewohner von einem „Ropenkerl“. Einer Osnabrücker Sagengestalt. Pflegerin Asli Ozcan weiß nichts damit anzufangen. Bis sie dem „Ropenkerl“ unvermittelt gegenübersteht …

„Rendezvous mit dem Ropenkerl“, ca. 250 Seiten, Bookshouse Verlag

Der Nordholland-Krimi „Ein schöner Tag für den Tod“ wurde 2019 als Neuauflage gedruckt und ist zeitgleich als Ebook im Bookshouse Verlag erschienen. Hoofdinspecteur Karel van Barenveld hat sich nach einer beruflichen und privaten Krise aus Amsterdam nach Den Helder versetzen lassen. Eine ruhige Umgebung, in unmittelbarer Nähe zum Meer. Doch auch hier erwarten ihn ausgefüllte Arbeitstage. Ein Cadillac, der in einer bekannten TV-Serie als Requisit diente, steht in Flammen, in den Blumenfeldern wird eine verwirrte Frau aufgegriffen, in einem alten Wehrmachtsbunker wartet eine Leiche …

„Ein schöner Tag für den Tod“, 252 Seiten, Bookshouse Verlag

Weiterhin erhältlich ist „Die Nacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

Früh am Morgen ist Hauptkommissar Björn Lohse auf der A 3 unterwegs zu seiner Limburger Dienststelle, als er von dort telefonisch umdirigiert wird. In einer großen Reha-Klinik am Taunusrand hat es ein Gewaltdelikt gegeben. Die örtlichen Kollegen sind sich sicher: Fremdeinwirkung.
Der Augenschein gibt ihnen recht. Auf Lohse wartet ein fürchterlicher Anblick. Eine Mitarbeiterin der Verwaltung ist brutal ermordet worden. Die Mordkommission steht unter Zeitdruck: Täglich werden Patienten entlassen. Einer von ihnen könnte der Täter sein.
Oder die Täterin.
Der Fall erfordert Ermittlungen in mehreren Richtungen. Die Tote hatte sich in und außerhalb der Klinik viele Feinde gemacht. Rache? Eine Eifersuchtstat?
Oder wollte jemand eine unliebsame Zeugin zum Schweigen bringen?
Lohse und seine Mitarbeiter beziehen Posten in der Klinik, inmitten des Kurbetriebs.
Stets kritisch beäugt von Patienten und Ärzten …

Tod auf dem Zauberberg – kuren, kneippen … sterben
Paperback, 396 Seiten, 13,99 Euro, ISBN 978-3-752995-99-2
E-Book, 3,99 Euro, ISBN: 978-3-7487-5460-2

 

Überall erhältlich, wo es gedruckte Bücher gibt. Auch als E-Book.

Möchten Sie eine Lesung veranstalten? Schreiben Sie mir unter Keller-Kultur-Kommunikation@t-online.de oder lese-rampe@gmx.de. Auch Gemeinschaftslesungen mit anderen Autorinnen und Autoren aus dem Osnabrücker Raum können arrangiert werden.

Begegnungen mit Schriftstellern unterschiedlicher Sparten ermöglicht die Veranstaltungsreihe „Die Lese-Rampe“, jeweils am letzten Freitag im Monat (außer Juli und August) in der historischen Osnabrücker Studentenkneipe „Unikeller“. Bislang waren unter anderem zu Gast Frank Schulz, Heike Maria Fritsch, Ulrike Kroneck, Ina Bitter, Andreas Mand, Martha Maschke, Mareike Eigenwillig, Ina Bitter, Melanie Jungk, Norbert Horst, Eva Bauche-Eppers, Annette Wenner, Stephan Leenen, Florian Greller, Miriam Rademacher. Das aktuelle Programm finden Sie unter http://www.unikeller.de/programm/

Filmfieber

Das Programm des kommenden Unabhängigen FilmFests Osnabrück ist seit heute im Web verfügbar. Die Druckversion folgt in Kürze. Ich durfte mit einer Gruppe Studierender an der Programmgestaltung mitwirken. Wegen Corona unter erschwerten Bedingungen, trotzdem mit sehr vorzeigbarem Ergebnis. Auch die anderen Gremien haben wieder eine tolle Auswahl getroffen. Die Pandemie verlangt in diesem Jahr ein paar Sondermaßnahmen, dennoch wird das klassische Kinoerlebnis möglich sein. Näheres erfahrt ihr unter diesem Link: https://filmfest-osnabrueck.de/programm-2020/

P. S. Der RBB zeigt noch bis zum 12. Dezember im Nachtprogramm aktuelle Kurzfilme. Am 24.10.2020 steht um 0:50 Uhr Sophie Linnenbaums „Das Mensch“ auf dem Programm, im letzten Jahr in der Sparte „Studentische Kurzfilme“ auf der Shortlist beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück. Sophie Linnenbaum hat mittlerweile ihr Studium abgeschlossen und gehörte in diesem Jahr zum Regieteam der sehenswerten ZDFneo-Serie „Deutscher“.

Pionier und Visionär

Am 31. August dieses Jahres verstarb der Schriftsteller Thomas R. P. Mielke, ein Pionier deutscher Science- und Social-Fiction, auch Verfasser großer Historienepen. Bemerkenswert: 1985 veröffentlichte er „Der Tag an dem die Mauer brach“, nahm darin den friedlichen Mauerfall vorweg und sprach auch schon von „Wessis“ und „Ossis“. 2009 hatte ich Gelegenheit, Mielke zu interviewen, auch im Gespräch ein lebendiger, unterhaltsamer und themenreicher Erzähler. Anlass war die Wiederveröffentlichung der utopischen Romanreihe „Die Terranauten“. Hier der damals entstandene Text. Natürlich ist er nicht auf heutigem Stand, aber ich belasse ihn als Zeitzeugnis im Original. Den ersten Absatz müsste man heute ins Präsenz setzen …

Ihrer Zeit voraus

Es klingt, als sei da jemand in die Zukunft gereist und blicke zurück auf das, was heutigen Generationen womöglich bald bevorsteht: „Zu Beginn des 21. Jahrhunderts brach auf der ausgelaugten und vergifteten Erde das Chaos aus. Umweltkatastrophen veränderten das Klima und lösten damit große Völkerwanderungen aus. Die bisher bekannten Nationen zerbrachen …“

Geschrieben wurden diese visionären Zeilen bereits 1979, und sie erschienen in einer Form, die bis heute keinen guten Ruf genießt: in einem Groschenheft. „Die Terranauten“ lautete der Titel der Reihe, die von Rolf W. Liersch und Thomas R. P. Mielke erdacht worden war und einer Neuorientierung auf dem Gebiet serieller Science Fiction gleichkam. Wo sich andere Serien wie „Perry Rhodan“ oder „Rex Corda“ in der Erfindung spektakulärer Zukunftstechnologien überboten, wagten Liersch und Mielke die Kehrtwende. Mielke, heute auch bekannt als Verfasser großer historischer Romane („Die Varus-Legende“; „Colonia: Roman einer Stadt“), skizziert die Tendenz der Fortsetzungsgeschichte mit den Worten: „Wir wollten das Gegenteil von ‚Perry Rhodan‘. Also nicht den Imperator, der alles unterjocht, und am Schluss siegt die arisch-terranische Rasse.“ In einem damaligen Konzeptpapier hieß es unter anderem: „Keine Ledernacken-Ideologie (…), sondern der Versuch, engagierte, aber keineswegs linke SF zu schreiben mit dem Leitthema Widerstand, aber ohne Terror, mit Elementen von Bürgerinitiativen, Rückbesinnung auf den Menschen, Zweifel an Zuwachsraten, verwebt mit etwas Mystik, Aberglauben, Philosophie, kurz: Suche nach einer menschlicheren Zukunft.“

Mielke und Liersch zogen sich jedoch von dem Projekt zurück, nachdem der Verlag darauf beharrte, einen Einzelhelden in den Mittelpunkt zu stellen. Das Resultat war, so Thomas Mielke, „Jerry Cotton im Weltall“. „Da haben wir gesagt: Nicht mit uns.“ Doch auch das letztlich lancierte Produkt kam Ende der 1970er-Jahre noch immer einer Umwälzung gleich, zumal auf dem Markt der Heftchenromane. Eine verfrühte Pionierleistung – nach 99 Ausgaben wurde die Reihe wegen sinkender Verkaufszahlen eingestellt.

Heute gelten „Die Terranauten“ als Klassiker. Immer wieder wurde Heinz Mohlberg von Kunden nach den „Terranauten“ gefragt. Der Kölner hat sich mit seinem Verlag auf die Wiederveröffentlichung klassischer Heftromane spezialisiert. Nachgefragt werden sie, so Mohlberg, vor allem von Lesern, die die Titel noch aus ihrer Jugendzeit kennen. „Das hat man damals mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen“, lacht er. Heute existiert eine rege Sammlerszene. Das sei „auch ein netter sozialer Aspekt. Man tauscht sich aus und ist sofort per Du, unabhängig vom Alter.“

Der Vertriebsweg allerdings hat sich vom Kiosk aufs Internet verlagert. „Für diese Art Literatur“, erläutert Mohlberg, „für eine sammlerorientierte Literatur, ist das Internet schon ein Segen.“ Der Grund: Viele Buchhandlungen, von spezialisierten Händlern abgesehen, führen Romane des fantastischen Genres nicht in ihrem Sortiment. Ohnehin haben es Kleinverlage aller Sparten schwer – meist erhält man Bücher aus ihren Programmen nur auf Bestellung. Ein literarischer Einkaufsbummel, ein neugieriges Blättern und Entdecken, ist da kaum mehr möglich.

Als Verleger hat Mohlberg nun nach diversen anderen Genreklassikern auch „Die Terranauten“ wieder zugänglich gemacht. Jeder Band enthält drei ursprüngliche Heftromane, die für die Neuausgabe behutsam überarbeitet wurden.

Den besonderen Rang der „Terranauten“ streicht auch Eva Bauche-Eppers heraus: „Damals war grün angehauchte Science Fiction ein Novum.“ Unter dem Pseudonym Eva Christoff beziehungsweise dem Sammelnamen Robert Quint war Bauche-Eppers seinerzeit die einzige Frau im „Terranauten“-Autorenstab. Sie erinnert sich, dass sie relative Freiheiten genoss: Abgesehen von einigen nötigen inhaltlichen Verknüpfungen „hat mir keiner dreingeredet. Was mich wundert, denn ich glaube mich zu erinnern, dass die von mir geschriebenen Folgen in Stil und Inhalt von den anderen etwas abwichen.“

Die Mitarbeit an der Serie wies Eva Bauche-Eppers den weiteren beruflichen Weg: Heute arbeitet sie als literarische Übersetzerin für Bastei Lübbe, Suhrkamp und andere. Für ihre Übertragung der sprachlich anspruchsvollen fantastisch-utopischen Romane China Miévilles ins Deutsche wurde sie 2002 mit dem Kurd Laßwitz Preis ausgezeichnet.

Tödliche Störung im Kurbetrieb

EIGENTLICH SOLLTE EIN KURAUFENTHALT DER GESUNDHEIT DIENLICH SEIN.
DOCH IN DIESER KLINIK LÄUFT ALLES EIN WENIG ANDERS …

Die E-Book-Version ist soeben erschienen und bei allen Anbietern erhältlich. Siehe  https://www.bookrix.de/_ebook-harald-keller-tod-auf-dem-zauberberg/ Die Paperback-Ausgabe ist in Vorbereitung.


DIE ERSTEN LESETERMINE, JEWEILS SEITE AN SEITE MIT MELANIE JUNGK:

3. Oktober, 19 Uhr, Fürstenau, Open Air, vor dem alten Amtsgefängnis
20. November, 20 Uhr, „Unikeller“, Osnabrück

Weitere Termine sind in Planung. Anfragen an keller-kultur-kommunikation@t-online.de.

 

 

Gastarbeiter

Die Produktionsfirma Ufa Fiction rühmt sich, dass sie mit „Deutschland 83“ und den Nachfolgestaffeln, Zitat, „das serielle Erzählen und Produzieren aus Deutschland national wie international neu definiert hat und damit zum Wegbereiter für viele weitere großartige Produktionen made in Germany wurde“. Was daran stutzen macht: Die Ideengeberin für „Deutschland 83“ ist diversen Quellen zufolge US-Amerikanerin. Jetzt geht man mit „Deutschland 89“ in die zweite Fortsetzung. Und hat sich mit Steve Bailie, Roger Drew, Ed Dyson, Michael und Lily Idov drei Briten, einen Russen mit US-Fernsehmarkterfahrungen und eine Russin ins Autorenteam geholt.

Steve Bailie war auch schon an „Deutschland 86“ beteiligt, weshalb diese zweite Staffel vielleicht etwas besser geriet als die krude Ursprungsserie, auch wenn einem wiederum stellenweise grober Unfug aufgetischt wurde. Beispiel: Da landet und startet ein Flugzeug in den Sandbergen der Sahara. Und das auch noch unbemerkt von den nahbei campierenden Beduinen.

Jedenfalls: Ohne Ausländer kommen wir einfach nicht klar.

Wo laufen sie denn?

Wann ist eine Fernseherzählung eine „Netflix-Serie“? Wann ist sie es nicht?

Nicht die größten aller Menschheitsfragen, aber als Medienjournalist möchte man ja den Ansprüchen der Redaktionen gerecht werden, ihnen unnötige Arbeit ersparen und sich den gewünschten Ordnungsprinzipien von vornherein anpassen.

Man bekommt also erklärt: „House of Cards“ (US) wird als „Netflix-Serie“ einsortiert, weil die Leserschaft sie dort gucken kann.

Ein klarer Fall.

Beziehungsweise …

Die Leserschaft kann „House of Cards“ (US) auch via Amazon, Chili, Google Play, iTunes, Joyn, Maxdome, Microsoft, Rakuten TV, Sky Ticket, Sky Go, Sony, Videoload beziehen. Macht man also Ernst mit der angegebenen Systematik, müsste „House of Cards“ (US) lo­gischerweise als „Amazon-Chili-Google-Play-iTunes-Joyn-Maxdome-Microsoft-Rakuten-TV-Sky-Ticket-Sky-Go-Sony-Videoload-Serie“ annonciert werden.

Geht natürlich nicht. So viel Platz hat man heutigentags nicht mehr auf den Medienseiten. Deshalb gibt es dort immer mehr Behauptungen und immer weniger Erklärungen.

Aber ist es gerechtfertigt, Netflix dermaßen herauszustellen?

Ja, indem man sich folgendermaßen behilft: Netflix hatte seinerzeit vom Hersteller der Serie exklusiv die Streaming-Rechte für das Produktionsland USA erworben. Mit dieser Be­gründung kann man Skeptikern und Verbraucherschützern entgegentreten.

Man müsste das Prinzip aber konsequent durchhalten. Das würde bedeuten, „The End of the F***ing World“ fortan nicht mehr, wie es noch häufig geschieht, als „Netflix-Serie“ ausgeben, da es sich doch um eine Serie des britischen Senders Channel 4 handelt. Also ist „The End of the F***ing World“ ab sofort eine „Channel-4-Serie im Amazon- und Net­flix-Vertrieb“.

So könnte es gehen.

Ähnlich verfährt die Serienkritik ja auch mit „Hubert und Staller“, „Armans Geheimnis“ und „Charité“. Wenn die Produktionen schon mal Erwähnung finden – öffentlich-rechtliches Fernsehen ist eher verpönt in den besseren Kreisen –, dann als „ARD-Serien“. Obwohl sie ebenfalls bei Netflix zu sehen sind. Nach der obigen, augenscheinlich nicht ganz schlüssi­gen Begründung wären sie demnach also ebenfalls „Netflix-Serien“. Unter anderem, denn mehrere Streaming-Dienste haben sie im Repertoire. Da stellt sich das gleiche Problem wie oben unter „House of Cards“ (US).

Alternativ gäbe es noch die Möglichkeit, in- wie ausländische Serien ihrem jeweiligen deut­schen Premierensender zuzuschreiben. Dann passt es bei „Hubert und Staller“ und so. „House of Cards“ (US) aber wäre eine „Sky-Atlantic-HD-Serie“ oder, sofern man sich an frei empfangbaren Sendern orientiert, eine „ProSieben-Maxx-Serie“, denn dort lagen die jeweiligen Erstverwertungsrechte.

Aber wie soll man dem durch die Schlagzeilen hastenden Publikum derart komplizierte Zusammenhänge noch nahebringen? Zumal das Stichwort „Netflix“ der Web-Publizistik über die Suchmaschinen mehr Leser zu­führt.

Man kann es nicht mit jeder Nichtigkeit dermaßen genau nehmen. Am Ende kommt noch jemand auf die Idee, im Journalismus so etwas wie eine Sorgfaltspflicht ein­führen zu wollen. Drolliger Gedanke …

Rennpappen, Rallyeflitzer und rare Oldtimer

Die launige Dokumentation „Autos im Sozialismus: Freiheit auf vier Rädern“ auf Arte wirft einen Blick zurück auf die Blechschmieden des Ostblocks.

Porsche kann jeder. Wer wirklich Aufmerksamkeit erregen möchte, fährt Saporoshez. Sapo… was? So lautet der Name einer weniger bekannten sowjetischen Automarke. Zwischen 1960 und 1994 wurden knapp dreieinhalb Millionen Fahrzeuge hergestellt und tauchen natürlich auch in der Populärkultur wie sowjetischen Spielfilmen auf. Die Moskauerin Kristina Traktirova und ihre Freunde haben sich auf die Restaurierung dieser Modelle spezialisiert. Sie unternehmen lange Touren quer durchs Land mit ihren Oldtimern – pannenfrei, wie sie betont –, und Traktirova lässt sich auch gern im Stil alter Werbeprospekte vor ihren wiederhergestellten Schätzchen fotografieren. (…)

Den Rest erfahren Sie hier: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/tv-kritik-arte-autos-sozialismus-mangelware-auto-dokumentation-90019522.html

Monster, Muster, Mutationen

Wo anfangen, wenn die Geschichte fantastischer Erzählungen aufgeblättert werden soll? Bezieht man religiöse Überlieferungen mit ein? Die klassischen Sagen des Altertums, wie sie einst von Pfarrer Gustav Schwab, um alle Pikanterien bereinigt, der Jugend dargebracht und noch im späten 20. Jahrhundert gern an Kindergeburtstagen verschenkt wurden? Ebenso wie „Die schönsten Helden- und Rittersagen des Mittelalters“ von „Eva Leitgeb“, Pseudonym des vormals aktiven Nationalsozialisten Gerhard Aichinger.

Die Autorin Vila Löffler geht in ihrer zweiteiligen Filmdokumentation „Die Geschichte der Fantasy“ einen anderen, originellen und sehr sinnvollen Weg. Sie zeigt mit Unterstützung von Praktikern und Experten die Erzählmuster dieses Genres auf, die sich dann von der Zuschauerschaft auf die bekannten Mythen übertragen lassen.

Einer der Gewährsleute ist Wolfgang Hohlbein. Nun wird der erfolgreiche Fantasy-Autor nicht einfach wie in konventionellen TV-Dokumentationen vor die Bücherwand gesetzt und abgefragt.

Weiter geht es hier mit der Rezension, für die leider nur der erste von zwei Teilen berücksichtigt werden konnte: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/tv-kritik-die-geschichte-der-fantasy-arte-monster-muster-mutationen-tv-90016663.html