Lesen und lesen lassen

Der Mord an einer alleinstehenden Bibliothekarin gibt der Osnabrücker Mordkommission um Hauptkommissarin Bea Agarius Rätsel auf. Die Tote wurde auf dem Gertrudenberg im Bürgerpark gefunden. In einer eigenartigen Position. Mit ihrem Hund an ihrer Seite. Nur wenig später verschwindet eine junge Studentin. Ihre Mitbewohnerin macht sich Sorgen. Und begibt sich auf die Suche. In einem nahen Seniorenstift fantasiert ein dämmernder Bewohner von einem „Ropenkerl“. Einer Osnabrücker Sagengestalt. Pflegerin Asli Ozcan weiß nichts damit anzufangen. Bis sie dem „Ropenkerl“ unvermittelt gegenübersteht …

„Rendezvous mit dem Ropenkerl“, ca. 250 Seiten, Bookshouse Verlag, 11,99 Euro (auch als E-Book)

 

Der Nordholland-Krimi „Ein schöner Tag für den Tod“ wurde 2019 als Neuauflage gedruckt und ist zeitgleich als Ebook im Bookshouse Verlag erschienen. Hoofdinspecteur Karel van Barenveld hat sich nach einer beruflichen und privaten Krise aus Amsterdam nach Den Helder versetzen lassen. Eine ruhige Umgebung, in unmittelbarer Nähe zum Meer. Doch auch hier erwarten ihn ausgefüllte Arbeitstage. Ein Cadillac, der in einer bekannten TV-Serie als Requisit diente, steht in Flammen, in den Blumenfeldern wird eine verwirrte Frau aufgegriffen, in einem alten Wehrmachtsbunker wartet eine Leiche …

„Ein schöner Tag für den Tod“, 252 Seiten, Bookshouse Verlag, 11,99 Euro (auch als E-Book)

Weiterhin erhältlich ist „Die Nacht mit dem Holenkerl“. Die Erzählung basiert auf der norddeutschen Sage vom Holenkerl, der nachts verirrten Wanderern auflauerte, auf ihren Rücken sprang und sie zu Tode ritt. Die russische Folklore kennt ein ähnliches Volksmärchen. Nikolai Gogol verarbeitete es in der Erzählung „Der Wij“.

Die hier vorgelegte Version spielt in der Gegenwart, mischt Grusel und Science Fiction und beginnt mit vier Teenagern, die eine Halloween-Party im Osnabrücker Nordkreis besuchen möchten, wo sie jedoch nie ankommen werden …

„Die Nacht mit dem Holenkerl“, 160 Seiten, Epubli, 7,99 Euro (auch als E-Book)

Früh am Morgen ist Hauptkommissar Björn Lohse auf der A 3 unterwegs zu seiner Limburger Dienststelle, als er von dort telefonisch umdirigiert wird. In einer großen Reha-Klinik am Taunusrand hat es ein Gewaltdelikt gegeben. Die örtlichen Kollegen sind sich sicher: Fremdeinwirkung.
Der Augenschein gibt ihnen recht. Auf Lohse wartet ein fürchterlicher Anblick. Eine Mitarbeiterin der Verwaltung ist brutal ermordet worden. Die Mordkommission steht unter Zeitdruck: Täglich werden Patienten entlassen. Einer von ihnen könnte der Täter sein.
Oder die Täterin.
Der Fall erfordert Ermittlungen in mehreren Richtungen. Die Tote hatte sich in und außerhalb der Klinik viele Feinde gemacht. Rache? Eine Eifersuchtstat?
Oder wollte jemand eine unliebsame Zeugin zum Schweigen bringen?
Lohse und seine Mitarbeiter beziehen Posten in der Klinik, inmitten des Kurbetriebs.
Stets kritisch beäugt von Patienten und Ärzten …

Fachurteil:

»„Tod auf dem Zauberberg“ ist ein klassischer Whodunit, angelegt als spannendes Police-Procedural. Projiziert auf den sehr eigenen Kosmos einer modernen Rehaklinik, wird die Aufklärung eines brutalen Mordes mit großer Sachkenntnis, viel Liebe zum Detail und feinem Humor erzählt. Sehr unterhaltsam.« Norbert Horst, Kriminalhauptkommissar a. D., Krimiautor, Glauser-Preisträger

Pressestimmen:

»Harald Keller hat sich für seine Kriminalgeschichte eine Reha-Klinik als Tatort ausgesucht. Mit „Tod auf dem Zauberberg (…)“ ist ihm ein spannungsgeladener Kriminalroman gelungen.« mkun, „Neue Osnabrücker Zeitung“

»Empfehlen – quasi als Joker – kann ich durchaus den Kriminalroman des Osnabrücker(s) (…) Harald Keller, mit blutiger, intelligenter Feder geschrieben ist sein ‚Tod auf dem Zauberberg – kuren, kneippen, sterben“ (…). Kellers Schreibe fesselt, sein Hauptkommissar Björn Lohse ermittelt mitten im Kurbetrieb, beäugt von im Prinzip 480 verdächtigen Patienten, Schwester Beate und Ärzten mit nicht immer überzeugenden Lebensrezepten.« Werner Hülsmann, „Osnabrücker Nachrichten“

»Der Schreibstil ist (…) durchgehend flüssig und fesselnd zu lesen, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Auch die Protagonisten waren authentisch, ihre Handlungen gut umgesetzt und nachvollziehbar. Weiterhin besticht das Buch mit einem Spannungsbogen, der bis zum Schluss aufrecht gehalten wird. (…) Für Thriller-Liebhaber auf jeden Fall ein Muss.« Bloggerin Stephanie Brandt, http://www.steffis-buchecke.de

»(…) amüsante(n) Schilderungen aus dem Klinikalltag, die den beklagenswerten Zustand dieser Sparte unseres Gesundheitssystems drastisch illustrieren.« Joachim Feldmann, „Am Erker“, „crimemag“

Tod auf dem Zauberberg – kuren, kneippen … sterben“
Paperback, 396 Seiten, 13,99 Euro, ISBN 978-3-752995-99-2
E-Book, 3,99 Euro, ISBN: 978-3-7487-5460-2

Überall erhältlich, wo es gedruckte Bücher gibt. Und als E-Book.

Möchten Sie eine Lesung veranstalten? Schreiben Sie mir unter Keller-Kultur-Kommunikation@t-online.de oder lese-rampe@gmx.de. Auch Gemeinschaftslesungen mit anderen Autorinnen und Autoren aus dem Osnabrücker Raum, beispielsweise im Rahmen eines Krimi-Wochenendes, können arrangiert werden.

(c) Harald Keller.Os

Begegnungen mit Schriftstellern unterschiedlicher Sparten ermöglicht die Veranstaltungsreihe „Die Lese-Rampe“, jeweils am letzten Freitag im Monat (außer Juli und August) in der historischen Osnabrücker Studentenkneipe „Unikeller“. Bislang waren unter anderem zu Gast Frank Schulz, Heike Maria Fritsch, Ulrike Kroneck, Ina Bitter, Andreas Mand, Martha Maschke, Mareike Eigenwillig, Ina Bitter, Melanie Jungk, Norbert Horst, Olga Hopfauf & Stephan Baumgarten, Eva Bauche-Eppers, Annette Wenner, Stephan Leenen, Florian Greller, Miriam Rademacher, Maria Braig, Laander Karuso, Lukas Wünsch, Judith N. Klein. Das aktuelle Programm finden Sie unter http://www.unikeller.de/programm/

Krimis direkt vom Erzeuger

Auftakt der Herbsttournee mit den Neuerscheinungen der beiden Autoren.
Interessierte Veranstalter und Veranstalterinnen wenden sich bitte an: keller-kultur-kommunikation at t-online.de.

‚Norwegian Psychos‘ – Gesetzlosigkeit in der besseren Gesellschaft

Auf Tatsachenbasis: Die achtteilige Serie „Exit“ auf ZDFneo widmet sich dem ausschweifenden Privatleben norwegischer Wirtschaftsgrößen.

Berlin – Lehrbücher für fiktionales Schreiben verordnen interessierten Aspiranten, dass eine Geschichte einen Protagonisten und Antagonisten braucht, wenn sie erfolgreich sein soll. Glücklicherweise gibt es immer wieder Kreative, die gegen solche verbrecherisch vereinfachenden Faustregeln verstoßen. Zum Beispiel die Norweger Lars Gautneb und Petter Testmann-Koch und ihre Koautoren.

Sie ersannen die TV-Serie „Exit“. Und landeten einen Riesenerfolg. Über Norwegens Grenzen hinaus. Obwohl es hier im Grunde nur Antagonisten gibt. Zumindest beherrschen sie die acht Folgen der ersten Staffel und wohl auch die der bereits abgedrehten zweiten. Der Sender ZDFneo des ZDF zeigt nun die komplette Serie am Stück.

Weiter geht es hier: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/exit-zdf-neo-norwegen-90790031.html

Eine Korrektur einer irreführenden Formulierung meinerseits: Nicht drei der Protagonisten sind verheiratet, sondern nur zwei. Jeppe ist geschieden.

Flügellahm durch Münster

Die Krimireihe „Wilsberg“, entstanden ursprünglich nach Romanen des Münsteraner Autors Jürgen Kehrer, bedeutet für das ZDF eine feste Bank. Fünf Millionen Zuschauer mindestens, eher sieben, im Einzelfall acht. Darunter ein hoher Anteil jüngeren Alters. Um mal die Relationen zu verdeutlichen: Netflix hat Schätzungen zufolge in Deutschland um die elf Millionen Abonnenten. Die verteilen sich auf ein schier unüberschaubares Angebot. Wie viele Zuschauer entfallen da wohl auf einzelne Netflix-Serien?

Selbst die leidenschaftlichsten Anhänger der „Wilsberg“-Reihe werden einräumen, dass die Qualität der einzelnen Filme schwankt. Da kommt schon mal das Gefühl auf, dass die Beteiligten ihr Produkt für einen Selbstläufer halten und sich bei der Mühewaltung sehr zurückhalten. Bei der aktuellen Folge ist das wieder der Fall.

Mehr dazu hier: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/wilsberg-aus-heiterem-himmel-zdf-leonard-lansink-rita-russek-tv-kritik-90657321.html

Donna Summers Stippvisite im deutschen Fernsehkrimi

Wer über die Gnade der frühen Geburt und ein gutes Gedächtnis verfügt oder aber neugierig in der deutschen Fernsehvergangenheit stochert, der entdeckt unter Umständen spätere internationale Popstars in ihren Anfangstagen. So interpretierte Kiki Dee 1967 in dem mit Joachim Fuchsberger und Marianne Koch besetzten ZDF-Mehrteiler „Der Tod läuft hinterher“ 1967 den Northern-Soul-Titel (in den Sechzigern ihre bevorzugte Richtung) „Baby I Don’t Care“. Die damals in Deutschland lebende Donna Summer unternahm 1970 eine Stippvisite in Münchner Fernsehstudios und sang ebenfalls fürs ZDF und neben Hauptdarstellern wie wiederum Joachim Fuchsberger, Ann Smyrner, Götz George und Christiane Krüger in „11 Uhr 20“ sehr leicht geschürzt die Titel „Black Power“ und „If You Walkin’ Alone“, bei welchem sie als Ko-Komponistin zeichnete. Beide Dreiteiler wurden vom ehemaligen Nazi-Propagandisten Herbert Reinecker in kennzeichnender Schlichtheit, seinen nachahmlichen Dialogen und der für ihn typischen latenten Fremdenfeindlichkeit, von der ‚exotische Schönheiten‘ natürlich ausgenommen waren, abgefasst und von dem früheren NS-Militärfilmer Wolfgang Becker ziemlich liederlich in Szene gesetzt. So hört man Donna Summer während einer Nachtclubschlägerei noch lauthals singen, obwohl sie die Lippen gar nicht oder nicht synchron bewegt. Nach den Händeln stimmt sie unbeeindruckt ins Playback wieder ein, als ob nichts geschehen sei.

Einen kursorischen Überblick über die Geschichte der deutschen, französischen und US-amerikanischen Mehrteiler gibt es unter diesem Link: https://www.epd-film.de/themen/die-miniserie-vom-fortsetzungsroman-zum-tv-event

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Ein letzter Tanz vor dem Tod

Rezensionsexemplare auf Anfrage via keller-kultur-kommunikation at t-online.de.

Wenn Justiz und Königshaus die Verbrechensaufklärung unterlaufen

Jetzt in der Arte-Mediathek: Die international erfolgreiche belgische Politkrimi-Serie „Salamander“

Der Plan ist brillant. Eine Gangsterbande dringt nächtens in die Brüsseler Privatbank Jonkhere ein und bricht deren Schließfächer auf. Nur ausgesuchte Safes, die vorher von einem Komplizen mit unsichtbarer Tinte gekennzeichnet wurden. Wertpapiere und alles sonstige, was auf ihre Spur führen könnte, lassen die Verbrecher liegen, nehmen nur Edelsteine, Gold und, vor allem, brisante Dokumente mit. Das Gold kann man einschmelzen, mit den Dokumenten Gegenleistungen erpressen.

Die familiengeführte Bank ist ein angesehenes Haus. Die Kunden haben hohe Positionen in der Wirtschaft, Politik, dem Militär inne oder gehören dem Königshaus an. Und alle haben dunkle Geheimnisse, die besser nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Der Inhaber der Bank weiß das. Und verzichtet wohlweislich darauf, die Polizei zu informieren.

Weiter geht es hier: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/salamander-tv-kritik-arte-fernsehprogramm-serie-film-perfektes-verbrechen-90471241.html

Kurzfilmfan nur bei Bedarf

Vor einem Jahr gab es eine Fülle kritischer Berichte, weil die 3sat-Senderleitung die Kooperation mit den Oberhausener Kurzfilmtagen einzustellen gedachte. Deutlich seltener war zu lesen, dass, so eine Verlautbarung vom 15. Dezember 2020, die Zusammenarbeit erneuert und dass 3sat einen mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis stiften sowie Preisträgerfilme erwerben wird. Jetzt darf man gespannt sein, wie viele der Kurzfilmbefürworter in den publizistischen Medien auf den Sendetag 8. Mai hinweisen, wenn 3sat anlässlich der 67. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen ein Kurzfilmprogramm ausstrahlt.

Auch bei anderen öffentlich-rechtlichen Sendern übrigens gibt es Kurzfilme, linear und online, bei Arte sogar wöchentlich. Bei entsprechenden Themenangeboten aber winken die Medienredaktionen ab, sofern man den Sachverhalt nicht skandalisieren kann.

Hashtag: Bigotterie.

Links (Auswahl):

https://www.arte.tv/de/videos/kino/kurzfilme/

https://www.ardmediathek.de/sendung/kurzfilme/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi9hYjdiN2M3MC0wNjAxLTQ2MmMtOGIwOS02MGQ2ZGI1NmYyMWM/

https://www.rbb-online.de/derrbbmachts/kurzfilm/vier-waende-berlin–30-filme-mit-abstand.html

https://www.br.de/mediathek/sendung/kurzfilmnacht-av:584f4c7c3b467900117c24e2

Liebe Maskenbildner …

… wäre es nicht langsam mal Zeit für einen neuen Look?

Fotos:

Oben links: Alycia Debnam-Carey (mit Eliza Taylor) in „The 100“ (2014), Warner Home Video

Oben rechts: Marie Avgeropoulos in „The 100“ (2014) , Warner Home Video

Unten links: Katheryn Winnick in „Vikings“ (2013), 20th Century Fox Home Entertainment

Unten mittig: Jeanne Goursaud in „Barbaren“ (2020), Gaumont/Netflix

Unten rechts: Melika Foroutan in „Tribes of Europa“ (2021), Wiedemann & Berg Television/Netflix