Teenager im Writer’s Room

Das britische Fernsehen produzierte schon exzellente Teenagerserien, als sich Netflix noch mit dem Verleih von Videos begnügte. Mehr dazu unter https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/929411/serie-skins-karrieresprungbrett-fuer-schauspieler

In den USA produzierte MTV ein Remake, das allerdings den Erfolg des Originals nicht wiederholen konnte.

Die „Schwarze Hütte“ – ein Wolkenkuckucksheim

Lesetipp:
Das Kalenderblatt verzeichnet den 10. Juni 1991. In der US-Senderkette ABC erlebt die von großer Publicity begleitete Fernsehserie „Twin Peaks“ ihr Finale. In der 31. Spielminute verspricht die auf Erden ermordete und in ein mystisches Zwischenreich, die „Schwarze Hütte“, aufgefahrene Laura Palmer (Sheryl Lee) dem ebenfalls in den Hort des Bösen verbannten FBI-Agenten Dale Cooper (Kyle MacLachlan): „I‘ll see you again in 25 years.“
Wertvolle Worte, denn der Werbeeffekt war enorm, als der US-Abonnementkanal Showtime im Oktober 2014 bekanntgab, die Serie „Twin Peaks“ wieder aufnehmen zu wollen. Da schadete es auch nicht, dass das hellsichtig vorweggenommene Wiedersehen erst 2017, also 26 Jahre später, stattfand. Im „Twin Peaks“-Universum ist Zeit ohnehin ein relativer Begriff.

Mehr dazu, über die Entstehung der Serie und ihre Wiedergeburt in der Printausgabe der aktuellen „Medienkorrespondenz“ unter der Überschrift „Im Wolkenkuckucksheim“, S. 7ff.

Mit einem Quentchen Tragik – Terence Hill in „Die Bergpolizei – Ganz nah am Himmel“

Terence Hill reitet wieder, tauschte aber die Weiten der spanischen Wüsten rund um Almeria gegen die Tiroler Berge und gibt nicht mehr den Komödianten. Mehr dazu unter http://www.taz.de/Serie-Die-Bergpolizei-mit-Terence-Hill/!5437465/

Luxus, Leiden, Laisser-faire

Mit Retro-Anleihen bei „Miami Vice“: „Rosewood“ bei Kabel 1

Beim morgendlichen Dauerlauf über Miamis Promenade sieht Dr. Beaumont Rosewood jr. (Morris Chestnutt) jenseits der Lagune Hubschrauber um ein Hochhaus schwirren. Angelockt von einer Leiche. Rosewood trabt rüber und erspäht adleräugig auf Anhieb die Salzflecken unter den Achseln, das getrocknete Blut im Nasenloch.

Wie’s weitergeht, erfährt die geneigte Leserschaft via:

https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5422434&s=Harald+Keller+Der+Wochenendkrimi&SuchRahmen=Print/

„The Code“ – Manchmal sagen Daten nur die halbe Wahrheit

In der ersten Staffel der australischen Serie „The Code“ hatten Jesse und Ned Banks einen Umweltskandal aufgedeckt. Freunde macht man sich damit nicht. In der Fortsetzung sehen sie sich massiver Willkür ausgesetzt. Und geraten in Lebensgefahr.

Keine Zeit zum Durchatmen – die Gebrüder Banks rutschen gleich in den nächsten Schlamassel. Die zweite Staffel der mehrfach preisgekrönten australischen Serie „The Code“ knüpft an, wo die erste endete. Die Enthüllungen des Journalisten Ned Banks (Dan Spielman) und die Datenräubereien des Computerpfiffikus‘ Jesse (Ashley Zukerman) sind nicht ohne Auswirkungen geblieben.

Welche Auswirkungen das sind, steht unter http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/the-code-manchmal-sagen-daten-nur-die-halbe-wahrheit-a-1300577

„Peaky Blinders“ – Zerschossene Träume vom bürgerlichen Dasein

Das Familienunternehmen der Shelbys ist imposant gewachsen. Begonnen hatte der roma-irische Clan mit Kleinkriminalität in Birminghams Arbeiterslums. Unter der geschickten Führung des Kriegsheimkehrers Thomas Shelbys (Cillian Murphy) erweiterten sie von 1919 an ihre Geschäftsfelder unter anderem um das Geschäft mit manipulierten Pferdewetten und zwangen konkurrierende Banden unter ihre Knute.

Birmingham gehört ihnen. Das schließt die Polizei mit ein. Sie besitzen jetzt eine reguläre Firma, unterhalten ein Standbein in London, planen die Expansion ins überseeische Boston. Zu Beginn der dritten, wiederum sechsteiligen Staffel der britischen Serie „Peaky Blinders“ residiert Thomas Shelby mit Grace Burgess (Annabelle Wallis) in einem feudalen Anwesen, das dem der Granthams aus „Downton Abbey“ in nichts nachsteht.

Bitte weiterlesen unter http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/peaky-blinders-gangs-of-birmingham-zerschossene-traeume-vom-buergerlichen-dasein-a-1293158

Serienqualität aus der Nachbarschaft

Die bei Arte ausgestrahlte Serie „Zimmer 108“ liefert einmal mehr den Beweis, dass in Belgien und speziell Flandern bereits seit vielen Jahren hochwertige und originelle Serien entstehen, die den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen, sondern so manchem esoterisch-eskapistischem, lebensfernem Kokolores vor allem aus den Werkstätten der Streaming-Anbieter oder den vielen rückwärts gewandten, inhaltlich unverbindlichen und wenig wagemutigen Mehrteilern deutscher Herstellung sogar deutlich überlegen sind.

Ein Link dazu:

Eine gewagte Exposition, eine gelungene Kriminalerzählung: In der belgischen Serie „Zimmer 108“ gehört das Mordopfer zu den Protagonisten. Zwischen Diesseits und Jenseits gefangen, beteiligt es sich an den Ermittlungen. Und entdeckt mehr als nur ein Verbrechen.

Mehr unter http://www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/tv-kritik/zimmer-108-arte-tot-unter-lebenden-a-1046718

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